Nach höheren Kosten durch Tariferhöhung

Hessen entwickelt Konzept zum Erhalt kommunaler Kliniken

In Hessen sind diverse Krankenhäuser von der Schließung bedroht. Zuzüglich zur Finanzspritze vom Bund plant die hessische Landesregierung weitere Schritte zur Rettung ihrer Kliniken. (Foto: flickr/koeb)

In Hessen sind diverse Krankenhäuser von der Schließung bedroht. Zuzüglich zur Finanzspritze vom Bund plant die hessische Landesregierung weitere Schritte zur Rettung ihrer Kliniken. (Foto: flickr/koeb)

Das land Hessen arbeitet an einem Konzept, den Kliniken bei der Finanzierung unter die Arme zu greifen. Die Tariferhöhung für Krankenhaus-Mitarbeiter hat erhebliche Mehrkosten verursacht, die nun abgeschwächt werden sollen.

Zwei Drittel aller Anforderungen im Basislabor kommen von Privatpatienten. Betrachtet man die Versichertenzahlen, sollten es nur zehn Prozent sein. (Foto: flickr/wcn247)

Zwei Drittel aller Anforderungen im Basislabor kommen von Privatpatienten. Betrachtet man die Versichertenzahlen, sollten es nur zehn Prozent sein. (Foto: flickr/wcn247)

65 Prozent der Laboranforderungen kommen von privaten Kassen

Laboruntersuchungen: Kassenpatienten werden systematisch benachteiligt

Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) hat ermittelt, dass im Zeitraum 2007/2008 die Laborkosten pro Patient in der GKV 26 Euro betrugen, und damit gerade mal ein Fünftel der Kosten für Privatpatienten, die durchschnittlich 129 Euro betrugen.

Gesundheitsausgaben weiter mit deutlichem Anstieg/Sachkosten machen einen Großteil der Belastung aus

Kosten für Krankenhäuser steigen, Boom bei Einkaufsgemeinschaften

Die Ausgaben im Gesundheitsbereich sind in den letzten Jahren in Deutschland stark gestiegen. Beliefen sich die Ausgaben im Jahr 2000 auf rund 212 Milliarden Euro, so waren es 2010 bereits 284 Milliarden Euro. Davon entfallen 73 Milliarden Euro auf die stationäre Versorgung in Krankenhäusern. Vor diesem Hintergrund werden Einkaufsgemeinschaften immer wichtiger, denn sie helfen, die Sachkosten in den Krankenhäusern um bis zu 15 Prozent zu reduzieren.

Deutsche wissen, was gesund ist – und tun es nicht

Die meisten Deutschen sind theoretisch gut informiert über einen gesunden Lebensstil. Allein: Sie leben ganz anders. Dies ist das Ergebnis des Gesundheitsmonitors 2012, einer Studie, die die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit der Barmer-GEK und dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) durchgeführt hat. 1778 Menschen zwischen 18 und 79 Jahren wurden dafür befragt.

Die bestmögliche Behandlung bleibt Luxus/Kasse muss nicht zahlen, wenn zumutbare Alternativen zu Verfügung stehen

Gesetzliche Krankenkassen: Kein Anspruch auf Spitzenmedizin um jeden Preis

Die gesetzlichen Krankenkassen müssen nur die Krankenbehandlung bzw. Diagnostik leisten, die vom gesetzlichen Leistungskatalog erfasst wird. Dies gilt auch bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, wenn zumutbare Alternativen zur Verfügung stehen, die allgemein anerkannten medizinischen Standards entsprechen. Ein Anspruch auf „Spitzenmedizin um jeden Preis“ besteht nicht. Dies entschied das Hessische Landessozialgericht.

Kardiologen mahnen zur rechtzeitigen Vorsorge/Frauen besonders betroffen

Heimliche Gefahr: Herzschwäche bei Diabetes

Mehr als drei Viertel aller Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 sterben an Herz-Kreislauferkrankungen, vor allem am Herzinfarkt. Etwa die Hälfte aller Diabetiker leidet an Herzschwäche. Eine Herzinsuffizienz wird bei ihnen häufig zu spät erkannt, da viele Patienten zu Beginn der Erkrankung keine Beschwerden verspüren. Herzkranke Menschen mit Diabetes haben daher eine deutlich niedrigere Lebenserwartung als herzgesunde.

Gentests bringen keine wirklichen Vorteile/Großes Potential jedoch in der Pharmakogenetik

Deutscher Ethikrat: Massen-Gentests zur prädiktiven Diagnostik nicht sinnvoll

Die Gensequenzierung wird immer preiswerter und macht einen massenhaften Einsatz möglich. Wie das medizinisch zu nutzen sein könnte und ob es möglich ist, Volkskrankheiten wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorherzusagen, hat die Bundesregierung den Deutschen Ethikrat diskutieren lassen.

Körperliche Fitness besser gegen Entzündungen als Medikamente/Schon kleine Abnehmerfolge senken das Krebsrisiko signifikant

Weniger Entzündungen: Sport und Diät reduzieren Krebsrisiko

Entzündungen können krebsfördernd sein. Entzündungen wiederum werden durch Übergewicht begünstigt. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg untersucht, wie Gewichtsabnahme zur effektiven Krebsprävention beitragen kann. Die Ergebnisse fallen positiv aus.

DGN-Redakteur | , 16:20 Uhr
Flüssiges Nikotin nicht weniger gefährlich/Auch „Nicht-Dampfer“ könnten geschädigt werden

Liquids von E-Zigaretten können die Gesundheit beeinträchtigen

Beim Rauchen von E-Zigaretten werden sogenannte Liquids, das heißt Flüssigkeiten, die sich in Kartuschen befinden, verdampft. Das Liquid wird mittels eines batteriebetriebenen Mechanismus erhitzt, so dass der Dampf eingeatmet werden kann. Die Nutzer von E-Zigaretten können die mit Liquid gefüllten Kartuschen austauschen oder diese selbst befüllen. Über die Inhaltsstoffe der Liquids ist wenig bekannt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat typische Inhaltsstoffe der Liquids gesundheitlich bewertet.

Deutschlands Krankenhäuser sollen nun mit Staatshilfen unterstützt werden, damit sie ihre Beschäftigten bezahlen können. Doch das Geld reicht nicht, sagt die DKG. (Foto: Joeb07)

Deutschlands Krankenhäuser sollen nun mit Staatshilfen unterstützt werden, damit sie ihre Beschäftigten bezahlen können. Doch das Geld reicht nicht, sagt die DKG. (Foto: Joeb07)

Koalition beschließt Zuschüsse für die kommunalen Krankenhäuser

300 Millionen Euro für Kliniken: Steuerzahler zahlt für Tariferhöhung

Die Koalition hat sich in Berlin auf weitere Zuschüsse für die kommunalen Krankenhäuser geeinigt. Sie bekommen 300 Millionen Euro als Zuschuss. Damit übernimmt der Steuerzahler einen Teil der kürzlich beschlossenen Tariferhöhung. Die Krankenhäuser klagen dennoch: Der Zuschuss reiche bei weitem nicht aus.

Tabletten die im Internet gekauft werden, können oft nicht zurückverfolgt werden und bergen ein hohes Risiko. (Foto: Aeyna)

Tabletten die im Internet gekauft werden, können oft nicht zurückverfolgt werden und bergen ein hohes Risiko. (Foto: Aeyna)

Internet-Apotheken sind oft nicht seriös

Gefälschte Arzneimittel: Big Business mit tödlichen Folgen

In den vergangenen Jahren ist das Fälschungs-Business im Pharmabereich sprunghaft angestiegen. Es wird geschätzt, dass damit Milliarden gemacht werden. In seiner Profitabilität übertrifft die Branche sogar den Drogenhandel.

Wieviel Hedonismus können wir uns leisten? (Foto: Flickr/David Domingo)

Wieviel Hedonismus können wir uns leisten? (Foto: Flickr/David Domingo)

Koalition beschließt Begrenzung von Operationen

Neue Hüften für die Alten gibt es nur, wenn die Jungen gesünder leben

Die Diskussion um neue Hüft- und Kniegelenke für alte Menschen führt zwangsläufig zu der Frage: Was können wir uns leisten? Da zeigt sich, ohne radikale Änderungen im Lebensstil der Jungen ist das Gesundheitssystem in einer alternden Gesellschaft nicht aufrechtzuerhalten.

Neues Unternehmen mit 8% Marktanteil

Fresenius will Rhön übernehmen: Deutscher Klinik-Riese entsteht

Mit der Akquisition der Rhön-Kliniken durch Fresenius könnte einer der größten deutschen Klinikbetreiber entstehen. Der Rating-Agentur Fitch bereitet der hohe Grad der Fremdfinanzierung des Kaufpreises von 3 Milliarden Euro Sorgen. Investoren verweisen allerdings darauf, dass Fresenius schon in der Vergangenheit erfolgreich Unternehmen integriert habe.

Mithilfe von Mäusen wurde nachgewiesen, dass Alzheimer-Erkrankungen auch von der Aktivität der Mitochondrien abhängen. (Foto: Hippocampus)

Mithilfe von Mäusen wurde nachgewiesen, dass Alzheimer-Erkrankungen auch von der Aktivität der Mitochondrien abhängen. (Foto: Hippocampus)

Ablagerungen im Gehirn werden durch Zellaktivität verhindert

Alzheimer-Vererbung: Nachweise der Vererbung durch die Mutter

Wissenschaftler haben einen Zusammenhang mit genetisch veränderten Mitochondrien und Alzheimer nachgewiesen. Litten Mutter und Großmutter eines Patienten ebenfalls an Alzheimer, steigt Risiko einer Erkrankung.

Eine grundlegende Reform des Krankenkassenmarktes soll Vorteile für alle Beteiligten bringen. Die TK hat dazu ein Gutachten in Auftrag gegeben (Foto: Techniker Krankenkasse)

Eine grundlegende Reform des Krankenkassenmarktes soll Vorteile für alle Beteiligten bringen. Die TK hat dazu ein Gutachten in Auftrag gegeben (Foto: Techniker Krankenkasse)

Mehr Wettbewerb zwischen Kassen gefordert

TK-Chef Klusen will „starre Grenzen“ zwischen privaten und gesetzlichen Kassen öffnen

Die Trennung der Krankenversicherung in gesetzliche (GKV) und private (PKV) ist obsolet, meint der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Norbert Klusen. Ein von der TK in Auftrag gegebenes Gutachten soll Perspektiven für eine Reform des Krankenkassenmarktes aufzeigen. Ziele sind eine höhere Effizienz, mehr Freiheit für die Versicherten und langfristig ein gesamteuropäischer Krankenkassenmarkt.

US-Bürger klagen wegen Thrombosen

Massenklage: Anti-Baby-Pillen können Bayer Milliarden kosten

Mehr als 11.000 Klagen richten sich in den USA gegen den größten deutschen Pharmakonzern Bayer. Grund ist die vergleichsweise hohe Thrombosegefahr der Anti-Baby-Pillen des Unternehmens. Zunächst sollen mehr als 100 Millionen zur Beilegung hunderter Fälle gezahlt werden. Doch insgesamt werden Kosten in Milliardenhöhe entstehen, glauben Analysten.

Neue Hoffnung für Krebspatienten: Die Forschung ist in der Entwicklung eines Impfstoffes einen guten Schritt weitergekommen. (Foto: flickr/Zaldylmg)

Neue Hoffnung für Krebspatienten: Die Forschung ist in der Entwicklung eines Impfstoffes einen guten Schritt weitergekommen. (Foto: flickr/Zaldylmg)

Nahezu universell einsetzbarer Impfstoff gegen Krebs entwickelt

Der israelische Arzneimittelhersteller Vaxil Biotherapeutics hat in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Tel Aviv University einen Impfstoff entwickelt, der sich gegen nahezu alle Krebsarten einsetzen lässt. Den Schlüssel spielt hierbei das Molekül MUC1, das in den Zellen aller menschlicher Organe vorkommt.

Jahrelang sind Gelder von den Pharmakonzernen in die Hände von Ärzten geflossen. Nun ermitteln mehrere Staatsanwaltschaften wegen Korruption. (Foto: flickr/kbrookes)

Jahrelang sind Gelder von den Pharmakonzernen in die Hände von Ärzten geflossen. Nun ermitteln mehrere Staatsanwaltschaften wegen Korruption. (Foto: flickr/kbrookes)

Ärzte, Apotheker und Pharmakonzerne im Visier der Staatsanwaltschaften

Korruption: Bundesweite Ermittlungen gegen Ärzte und Pharmaunternehmen

In mehreren Bundesländern ermitteln die Staatsanwaltschaften gegen zahlreiche Krebsärzte und Arzneimittelhersteller wegen des Verdachts auf Korruption. Die Mediziner sollen teilweise bis zu einer halben Million Euro von Pharmafirmen erhalten haben, wenn sie deren Medikamente bevorzugt verschrieben.

Die Krise hat die Ärzte Berlins und Athens auf den Plan gerufen. Gemeinsam wollen sie weitere Schritte planen, um das Wohl der Patienten zu gewährleisten.

Die Krise hat die Ärzte Berlins und Athens auf den Plan gerufen. Gemeinsam wollen sie weitere Schritte planen, um das Wohl der Patienten zu gewährleisten.

Stärkere Zusammenarbeit zwischen Europas Ärztekammern geplant

Ärztekammern Berlins und Athens wollen weniger Markt im Gesundheitssystem

In einem vierstündigen Treffen haben die Ärztekammer Berlin und die Ärztekammer Athen besprochen, wie sie mit der aktuellen Krise umgehen wollen und wie dabei das Wohl des Patienten geschützt werden kann. Ein weiteres Treffen ist für den Sommer geplant.

Sorge um die Qualität: Die hohe Tarifabschlüsse im Öffentlichen Dienst stellen die Krankenhäuser vor erhebliche Probleme. (flickr/digital cat )

Sorge um die Qualität: Die hohe Tarifabschlüsse im Öffentlichen Dienst stellen die Krankenhäuser vor erhebliche Probleme. (flickr/digital cat )

Keine Hilfe aus den Überschüssen des Gesundheitsfonds

Neue Tarifverträge: Krankenhäusern droht weiteres Milliardenloch

Die Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst dürfte zu einer weiteren Zuspitzung der Lage bei den Krankenhäusern führen. Es droht eine Finanzierungslücke von einer Milliarde Euro. Bundesregierung und gesetzliche Krankenkassen weigern sich, mit den Überschüssen aus dem Gesundheitsfonds auszuhelfen.

Immer mehr Unternehmen aus dem Gesundheitssektor drängen an die Börse. Das Bedürfnis nach Kapital treibt vor allem kleinere Firmen dorthin. (Foto: flickr/kenteegardin)

Immer mehr Unternehmen aus dem Gesundheitssektor drängen an die Börse. Das Bedürfnis nach Kapital treibt vor allem kleinere Firmen dorthin. (Foto: flickr/kenteegardin)

176 Millionen Euro durch Börsengänge von Gesundheitsunternehmen

Gesundheitsunternehmen suchen verstärkt Kapital an der Börse

Im Jahr 2011 gingen 430 europäische Gesundheitsunternehmen an die Börse. Die Einnahmen aus Börsengängen sind allerdings stark gefallen.

Medikamente haben innerhalb der EU unterschiedlich hohe Preise. Apotheker sollen helfen das Geschäft mit den Differenzen zu bremsen. (Foto: Gryffindor)

Medikamente haben innerhalb der EU unterschiedlich hohe Preise. Apotheker sollen helfen das Geschäft mit den Differenzen zu bremsen. (Foto: Gryffindor)

EU: Arbitrage mit Medikamenten bleibt Wachstumsfeld

Die Pharmaindustrie wehrt sich gegen Parallelhandel: Weil Medikamente nicht in ganz Europa gleich viel kosten, blüht der Handel mit der Arbitrage. Die Apotheker sollen nun zeigen, woher die Medikamente für das Differenzgeschäft kommen.

Die Nachteile der amerikanischen Essgewohnheiten werden in den Ausgaben für das Gesundheitssystem spürbar: Sie sind mit 8.000 Dollar pro Kopf so hoch wie in keinem anderen Land der Welt. (Foto: Flickr/rikomatic)

Die Nachteile der amerikanischen Essgewohnheiten werden in den Ausgaben für das Gesundheitssystem spürbar: Sie sind mit 8.000 Dollar pro Kopf so hoch wie in keinem anderen Land der Welt. (Foto: Flickr/rikomatic)

Schlechte, billige Ernährung ist schuld

OECD-Prognose: 2020 werden drei Viertel aller US-Amerikaner fettleibig sein

Die Zahl der Übergewichtigen wird in den USA in den kommenden Jahren dramatisch ansteigen. Der Grund: Damit sich die Amerikaner das Essen überhaupt noch leisten können, kaufen sie vermehrt minderwertige Lebensmittel.

Glioblastoma: Kontrastmittel zeigen den Heilungserfolg.

Glioblastoma: Kontrastmittel zeigen den Heilungserfolg.

Höhere Strahlendosis führt zu guten Ergebnissen

Erfolgreiche Bekämpfung von Hirntumoren mit Nanotechnologie

An der University of Texas erforscht man einen neuen Weg, Glioblastome gezielter und stärker zu bestrahlen. Dazu nutzt man Nanotechnologie, um andere Regionen des Gehirnes von den Auswirkungen der Strahlung zu verschonen. Das Verfahren hat in Tierversuchen vielversprechende Ergebnisse erbracht. Klinische Studien sind nun in Vorbereitung.

Schlafstörung: Forscher raten von Schlaftabletten ab und empfehlen andere Heilmethoden. (Foto: Flickr/weisserstier)

Schlafstörung: Forscher raten von Schlaftabletten ab und empfehlen andere Heilmethoden. (Foto: Flickr/weisserstier)

Auch leichte Medikamente können weitreichende Folgen haben

Studie: Schlafmittel können Krebs auslösen und erhöhen Sterberisiko

Einer neuen Studie zufolge steigern Schlafmittel das Risiko einer Krebserkrankung und können sogar zum frühen Tod führen. Forscher raten, Schlafmittel durch Entspannungsübungen und Verhaltenstherapien gegen Schlafstörungen zu ersetzen.

Zucker in Getränken macht dick. Das tun andere Sachen auch, sagen Coca-Cola und Pepsi und wehren sich gegen die Einführung einer Soda-Steuer. (Foto: Flickr/FUNKYAH)

Zucker in Getränken macht dick. Das tun andere Sachen auch, sagen Coca-Cola und Pepsi und wehren sich gegen die Einführung einer Soda-Steuer. (Foto: Flickr/FUNKYAH)

147 Milliarden Dollar Schaden durch Fettleibigkeit in den USA

Softdrink-Hersteller: 70 Millionen US-Dollar für Lobbying gegen Soda-Steuer

Während manche EU-Staaten eine Soda-Steuer als neue Einnahmequelle entdecken, wird die Steuer in den USA von Getränkeherstellern und der American Beverage Association abgeschmettert. Die Bandbreite der Lobbytätigkeiten und Anzeigenkampagnen reicht bis zur Androhung von Betriebsschließungen.

Wenn Roche und Illumina ihr Wissen zusammenlegten, hätte das viele Vorteile für Patienten. Da aber die Profitmaximierung über dem Patientenwohl steht, ist erst einmal Warten angesagt. (Foto: flickr/Libertinus)

Wenn Roche und Illumina ihr Wissen zusammenlegten, hätte das viele Vorteile für Patienten. Da aber die Profitmaximierung über dem Patientenwohl steht, ist erst einmal Warten angesagt. (Foto: flickr/Libertinus)

Ausbau des Diagnostikgeschäfts

Pharma-Unternehmen Roche buhlt um die Gunst von Gentech-Spezialist Illumina

Das Schweizer Pharma-Unternehmen Roche plant, den Gentechnikspezialisten Illumina Inc. zu übernehmen. Dem ist aber das Angebot von 44,50 US-Dollar pro Aktie zu niedrig.

Ungewollte Schwangerschaften passieren in den USA überproportional oft bei Frauen die unverheiratet, arm und noch im Teenager-Alter sind (Quelle: The Brookings Institute)

Ungewollte Schwangerschaften passieren in den USA überproportional oft bei Frauen die unverheiratet, arm und noch im Teenager-Alter sind (Quelle: The Brookings Institute)

USA: Einsatz der „Pille“ bringt Ersparnisse für Steuerzahler

Eine fallweise staatliche Förderung der Antibabypille ist auch Teil des US-Wahlkampfs. Aktuelle US-Studien zeigen, dass die Förderung von Verhütungsmitteln letztendlich das zwei- bis sechsfache an Steuerersparnissen mit sich bringt. Außerdem sind 30 % der Verringerung der Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern der Pille zuzurechnen.

Früher rührten die Apotheker ihre Mittelchen selbst an, später kamen die großen Pharma-Konzerne. Heute sind wieder kleine Unternehmen gefragt. (Foto: Wikipedia)

Früher rührten die Apotheker ihre Mittelchen selbst an, später kamen die großen Pharma-Konzerne. Heute sind wieder kleine Unternehmen gefragt. (Foto: Wikipedia)

Neues Konzept der Medikamentenentwicklung

Pharma-Konzerne wollen Forschung und Entwicklung auslagern

Die aktuelle Wirtschaftslage zwingt immer mehr Pharmakonzerne, ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu kürzen. Hier liegt ein gutes Beschäftigungspotential für kleine Unternehmen.

Mit dem Zwangsrabatt auf Arzneimittel sollten auch private Kassen entlastet werden. Denen fehlen jetzt aber 20 Millionen Euro. (Foto: flickr/TK_Presse)

Mit dem Zwangsrabatt auf Arzneimittel sollten auch private Kassen entlastet werden. Denen fehlen jetzt aber 20 Millionen Euro. (Foto: flickr/TK_Presse)

Krankenkassen

Pharmaunternehmen gewähren nicht jedem Rabatt

Seit dem 1. Januar 2011 ist den Arzneimittelherstellern vorgeschrieben, Krankenkassen einen Rabatt von 16 Prozent auf ihre Produkte zu gewähren, das gilt auch für private Kassen. Doch die klagen jetzt über eine mangelnde Zahlungsmoral der Pharmaunternehmen.

Appell für Verständnis angesichts hoher Forschungskosten

Bayer-Chef warnt vor ausbleibender Innovation durch Einsparungen

Der Vorstandsvorsitzende des Bayer-Pharmakonzerns Dr. Marijn Dekkers warnt vor den Folgen der weltweit ausufernden Gesundheitsreformen. Durch diese Reformen werden neue Gebühren für die Pharmaindustrie eingeführt. Herr Dr. Dekkers sieht dadurch künftige Forschungen und Innovationen gefährdet.

Der Handel mit Medikamenten ist ein Milliardengeschäft, viele Unternehmen wollen daran teilhaben. Doch durch die Krise wird der Kuchen kleiner. (Foto: flickr/erix!)

Der Handel mit Medikamenten ist ein Milliardengeschäft, viele Unternehmen wollen daran teilhaben. Doch durch die Krise wird der Kuchen kleiner. (Foto: flickr/erix!)

Pharmaindustrie bekommt Krise zu spüren

Durch die anhaltende Krise geraten auch die europäischen Pharma-Konzerne unter Druck. Regierungen können nicht mehr so viel Geld für ihr Gesundheitssystem ausgeben, was sich in den Bilanzen der Arzneimittelhersteller niederschlägt.

Jede fünfte Klinik in Deutschland steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Das sind noch nicht genug, um ihnen mit den Überschüssen des Gesundheitsfonds zu helfen. (Foto: Flickr/frborg007)

Jede fünfte Klinik in Deutschland steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Das sind noch nicht genug, um ihnen mit den Überschüssen des Gesundheitsfonds zu helfen. (Foto: Flickr/frborg007)

Kein Geld für Krankenhäuser

Die Diskussion, was mit den Milliardenüberschüssen der gesetzlichen Krankenkassen geschehen soll, nimmt kein Ende. Bundesgesundheitsminister Bahr (FDP) hat schon mal ausgeschlossen, damit die Defizite von Krankenhäusern zu finanzieren.

Ein kleines Virus hält die wissenschaftliche Welt in Atem. Die Forschungen an der gefährlichen H5N1-Mutation liegen weiterhin auf Eis. (Foto: Wikipedia)

Ein kleines Virus hält die wissenschaftliche Welt in Atem. Die Forschungen an der gefährlichen H5N1-Mutation liegen weiterhin auf Eis. (Foto: Wikipedia)

H5N1 Mutation

Moratorium für das Supervirus wird verlängert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte ein Treffen von einer kleinen Gruppe von Grippe- und Gesundheitsexperten in Genf einberufen, um die Frage zu klären, was mit den bislang unter Verschluss gehaltenen Forschungsergebnissen zum gezüchteten Mutanten des H5N1-Virus geschehen solle.

Tödliche Herzinfarkte ereignen sich vorrangig am Morgen oder am Abend. (Foto: Klaus Kunkel/Flickr)

Tödliche Herzinfarkte ereignen sich vorrangig am Morgen oder am Abend. (Foto: Klaus Kunkel/Flickr)

Experiment an Mäusen bringt neue Erkenntnisse

Meiste plötzliche Herztode ereignen sich am Morgen

Amerikanische Wissenschaftler finden heraus: Die sogenannte biologische Uhr des Menschen hat Einfluss darauf, ob ein Mensch möglicherweise einen plötzlichen tödlichen Herzinfarkt erleidet oder nicht. Besonders hoch ist das Risiko in den frühen Morgenstunden und am Abend.

Das Unternehmen Barry Callebaut verarbeitet Stevia mit bereits zuckerreduzierter Schokoloade und spart damit insgesamt bis zu 95 Prozent Zucker ein. (Foto: Flickr/on.eyes.photography)

Das Unternehmen Barry Callebaut verarbeitet Stevia mit bereits zuckerreduzierter Schokoloade und spart damit insgesamt bis zu 95 Prozent Zucker ein. (Foto: Flickr/on.eyes.photography)

Verbraucher sollen vor Krankheiten besser geschützt werden

Lebensmittelhersteller wollen Zucker- und Salzgehalt in ihren Produkten reduzieren

Produkte mit weniger Zucker und Salz fördern die Gesundheit. Seit Oktober ist der neue Süßstoff Stevia in Europa zugelassen, mit dem sich bei Schokolade bis zu 95 Prozent Zucker einsparen lässt. Salzanteile lassen sich bisher bei einem Brot durch verschieden starke Salzschichten bis zu 30 Prozent senken.

Gehören Bilder wie diese bald verstärkt zum Alltag in Großstädten? Nicht wenige Menschen schützen sich bereits bei Feinstaub-Alarm mit Masken. (Foto: nakú/Flickr)

Gehören Bilder wie diese bald verstärkt zum Alltag in Großstädten? Nicht wenige Menschen schützen sich bereits bei Feinstaub-Alarm mit Masken. (Foto: nakú/Flickr)

Neue Untersuchungen unterstreichen Gesundheitsrisiko

Feinstaubalarm für Gehirnzellen!

Eine Wissenschaftlergruppe aus den USA hat herausgefunden, welche negativen Auswirkungen Feinstaub für den menschlichen Körper bereits in geringen Mengen unter dem gesetzlich festgelegten Höchstwert haben kann. Besonders das Gehirn ist betroffen.

Kinder zahlen keine Krankenkassenbeiträge, sollten aber trotzdem medizinisch versorgt werden, wenn sie krank sind. Dafür muss die Gesellschaft als ganze aufkommen. (Foto: flickr/Lauren Grace Picture Place)

Kinder zahlen keine Krankenkassenbeiträge, sollten aber trotzdem medizinisch versorgt werden, wenn sie krank sind. Dafür muss die Gesellschaft als ganze aufkommen. (Foto: flickr/Lauren Grace Picture Place)

Überschuss

Weniger Steuergelder in den Gesundheitsfonds?

Das Gerangel um die Milliardenüberschüsse im Gesundheitsfonds geht weiter. Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) erwägt nun sogar, den Zuschuss vom Bund dauerhaft um zwei Milliarden zu kürzen. Das ruft die Krankenkassen auf den Plan.

In fünf Jahren sollen Fingernagel große Micro-Chips routinemäßig einsetzbar sein. (Foto: Flickr/PNNL - Pacific Northwest National Laboratory)

In fünf Jahren sollen Fingernagel große Micro-Chips routinemäßig einsetzbar sein. (Foto: Flickr/PNNL - Pacific Northwest National Laboratory)

Medizintechnik

Micro-Chip im menschlichen Körper verabreicht Medizin gegen Osteoporose

Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, einen Micro-Chip im menschlichen Körper einzupflanzen, der das Medikament Teriparatid enthält. Bei einer Studie bekamen acht Frauen einen Micro-Chip unter die Bauchhaut implantiert, der die Medizin zu vorgegebenen Zeiten computergesteuert ausschüttete

Der Tupfer, das vergessene Bauchtuch... Experten zweifeln die Zahlen der Bundesregierung an, die von mehr Todesfällen durch Ärztepfusch ausgeht. (Foto: Army Medicine/Flickr)

Der Tupfer, das vergessene Bauchtuch... Experten zweifeln die Zahlen der Bundesregierung an, die von mehr Todesfällen durch Ärztepfusch ausgeht. (Foto: Army Medicine/Flickr)

Kritiker fordern Meldesystem auch in Praxen

Mehr Tote durch Behandlungspfusch?

Der Tupfer im Brustkorb nach einer Bypass-Operation, das vergessene Bauchtuch nach der Blinddarm-Operation, die mangelhafte Desinfektion und die daraus folgenden oft tödlichen Infektionen des Patienten sind den meisten bekannt. Die Regierung nannte nun Zahlen, die belegen, dass die Zahl der ärztlichen Behandlungsfehler um ein Drittel angestiegen ist.

Millionen Menschen in Deutschland rauchen gern mal ein bisschen Gras. Mechthild Dyckmans entspannt sich laut ihrer Website lieber bei einem guten Buch. (Foto: Flickr/prensa420)

Millionen Menschen in Deutschland rauchen gern mal ein bisschen Gras. Mechthild Dyckmans entspannt sich laut ihrer Website lieber bei einem guten Buch. (Foto: Flickr/prensa420)

Kampf den Drogen

Nüchtern bleiben für die Volkswirtschaft

Die Bundesregierung und ihre Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) haben ihre „Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik“ in Berlin vorgestellt. Die Hauptziele sind „die Reduzierung des Konsums legaler und illegaler Suchtmittel sowie die Vermeidung drogen- und suchtbedingter Probleme“.

Die Milliardenüberschüsse der Krankenkassen sollen nach der Meinung von Gesundheitsmister Bahr den Versicherten in Form von Prämien zugutekommen. Die Kassen setzen angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage lieber auf Nachhaltigkeit und wollen das Geld behalten. (Foto: flckr/michaelthurm)

Die Milliardenüberschüsse der Krankenkassen sollen nach der Meinung von Gesundheitsmister Bahr den Versicherten in Form von Prämien zugutekommen. Die Kassen setzen angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage lieber auf Nachhaltigkeit und wollen das Geld behalten. (Foto: flckr/michaelthurm)

Überschuss im Gesundheitsfonds

Wohin mit all den Milliarden?

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr Milliardenüberschüsse erwirtschaftet. Was mit dem Geld nun passieren soll, wird derzeit heiß diskutiert.

Die Ärzteschaft ist gespalten wegen der regionalen Honorare. (Foto: Flickr/TK_Presse)

Die Ärzteschaft ist gespalten wegen der regionalen Honorare. (Foto: Flickr/TK_Presse)

Keine Angleichung regionaler Vergütung

Versorgungsstrukturgesetz: Lediglich Umverteilung des Honorarmangels

Mit dem Versorgungsstrukturgesetz wurde die regionale Honorarfreiheit realisiert. Eine Angleichung regionaler Vergütungen ist damit passé. Kassenärztliche Vereinigungen befürchten, es werde lediglich eine Umverteilung des Honorarmangels stattfinden.

Ein kleiner Mückenstich kann für Millionen Menschen den Tod bedeuten. Dass sich daran in den kommenden Jahren etwas ändert, ist unwahrscheinlich. (Foto: flickr/aquila)

Ein kleiner Mückenstich kann für Millionen Menschen den Tod bedeuten. Dass sich daran in den kommenden Jahren etwas ändert, ist unwahrscheinlich. (Foto: flickr/aquila)

Forschungsergebnis

Mehr Malaria-Tote als angenommen

Eine Studie, die in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde, hat ermittelt, dass die Zahl der Malaria-Toten im Jahr 2010 bei 1.238.000 lag. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dagegen geht in ihrer Schätzung für dasselbe Jahr von 655.000 Toten aus.