"Unterfinanzierung im fachärztlichen Bereich muss ein Ende haben."

Stellungnahme der Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz Dr. Sigrid…

Bereits in seiner Sitzung am 25. Januar 2011 hatte der Bewertungsausschuss überproportionale Honorarverluste einiger Facharztgruppen eingeräumt und ansatzweise Maßnahmen auf Landesebene zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen zur Behebung dieser Unterfinanzierung ermöglicht. Betroffen sind u. a. HNO-Ärzte, Augenärzte und Orthopäden. Gleichzeitig bestand jedoch Konsens in der Selbstverwaltung, dass Änderungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) notwendig sein würden, um die Honorarsituation dieser und weiterer Facharztgruppen (z. B. auch der Dermatologen) nachhaltig zu stabilisieren. Lediglich im Bereich der HNO- und Augenärzte greift nun zum 1. Januar 2012 eine Änderung dergestalt, dass im Bereich HNO neue abrechenbare Leistungen definiert wurden, die allerdings keine zusätzlichen Zahlungen der Krankenkassen auslösen. Die "Lösung" bei den Augenärzten besteht in einer Umverteilung innerhalb der Fachgruppe, d. h. eine neu geschaffene Strukturpauschale, die ausschließlich von konservativ tätigen Augenärzten abgerechnet werden kann, wird über eine Absenkung der Grundpauschale für alle Augenärzte finanziert. Diese nur allzu bekannte Umverteilung zwischen Ärzten, um die Unterfinanzierung des ambulanten Versorgungsbereichs zu verschleiern, muss endlich ein Ende haben, sonst sind auch in Rheinland-Pfalz keine neuen Ärzte für die Niederlassung zu gewinnen.

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