Zusatzbeiträge

Krankenkassen-Zusatzbeiträge werden gestrichen

Krankenkassen, die ihre Mitglieder in der Vergangenheit mit Zusatzbeiträgen zur Kasse gebeten haben, wollen auf diese Einnahmen künftig verzichten. Grund ist deren gute finanzielle Lage.

So würden nach aktuellen Medienberichten von den derzeit elf Zusatzbeiträgen im kommenden Jahr mit Sicherheit neun abgeschafft. Als Begründung dafür gilt die gute monetäre Gesamtlage der Krankenkassen. So habe sich vor allem infolge des derzeit rosigen Arbeitsmarktes, der mehr Beiträge in die Kassen der Versicherungen spült, in diesem Jahr ein Überschuss von insgesamt 2,5 Milliarden Euro bei den insgesamt 153 Versicherungen angesammelt. Auch habe das vor rund einem Jahr vom Bundestag beschlossene Arzneimittel-Sparpaket zu den Mehreinnahmen für die Krankenkassen beigetragen.

Die Abschaffung des Zusatzbeitrages bei den Krankenkassen DAK, KKH-Allianz, Deutsche BKK, BKK Phoenix, Advita und BKK Merck gilt demnach als sicher. Die BKK für Heilberufe wird geschlossen. BKK Gesundheit und BKK Axel Springer, die ebenfalls einen Zusatzbeitrag von üblicherweise acht Euro erheben, werden mit der DAK zum 1. Januar 2012 zur neuen DAK-Gesundheit zusammengeschlossen. Daraus ergebe sich für die DAK ein wirtschaftlicher Zugewinn, teilt die Krankenkasse auf ihrer Website mit, und: „Zum 1. April werden wir den Zusatzbeitrag abschaffen.“ Die KKH-Allianz gibt den Zusatzbeitrag bereits einen Monat früher auf. In einer Notiz teilt sie auf ihrer Website mit: „Genau zwei Jahre nach seiner Einführung werden wir den Zusatzbeitrag von acht Euro zum 1. März 2012 wieder abschaffen!“

Zwar ist bei zwei Krankenkassen, der BKK Hoesch und der BKK Publik, noch nicht entschieden, ob auch hier der Zusatzbeitrag fällt. Laut Ansicht von Experten ist aber davon auszugehen. Denn auch diese Krankenkassen müssten sich höchstwahrscheinlich letztendlich dem Druck ihrer Konkurrenten beugen. Jedoch betone man auch bei Hoesch den Willen zu einer baldigen Abschaffung des Zusatzbeitrages, der hier einen Umfang von 15 Euro hat, heißt es. Konkreter wollte man sich bei Hoesch auf Nachfrage der Deutschen Gesundheits Nachrichten (DGN) nicht äußern. Auch bei der BKK Publik ist die Zukunft diesbezüglich noch ungeklärt. Pressesprecherin Petra Simon erklärt gegenüber den DGN: „Es ist noch offen, wie es im nächsten Jahr mit den Zusatzbeiträgen bei der BKK Publik weitergeht.“

 

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *