Gehirnforschung

Alzheimer: Gesunde Ernährung kann Gehirnschrumpfung vorbeugen

Eine aktuelle US-amerikanische Studie zeigt: Vitamin- und fischreiche Ernährung hält nicht nur den Körper leistungsfähig und fit fürs Alter, sondern kann auch das Gehirn vor dem Altern schützen. Junk-Food dagegen hat den gegenteiligen Effekt.

Die Wissenschaftler der University of Portland in Oregon analysierten für ihre Studie Blutproben von 104 gesunden Personen mit einem Durchschnittsalter von 87 Jahren, die wenige bekannte Risikofaktoren für Alzheimer vorwiesen.

Die US-Experten schlussfolgerten bei ihren Ergebnissen aus den gefundenen Nährstoffen, welche sie im Blut ihrer Probanden fanden, anstatt sich – wie eher üblich – auf Antworten aus Fragebögen der Menschen zu verlassen. Heraus kam: Die Testpersonen, bei denen aufgrund deren häufigeren Verzehrs von Fast Food ein hoher Anteil von Transfettsäuren (in Kuchen, Keksen und frittierten Lebensmitteln) im Blut nachgewiesen wurde, erreichten in den Tests zu Gedächtnis und Denkvermögen niedrigere Werte. Diejenigen Probanden, bei denen mehr Vitamin B, C, D und E im Blut gefunden wurde, hatten höhere Punktzahlen.

Gleichzeitig wurden bei 42 Probanden die Gehirne im Kernspintomographen vermessen. Hier wurde ebenso eine für Alzheimer typische stärkere Schrumpfung des Gehirns bei solchen Probanden nachgewiesen, die sich weniger gesund ernährten. Die Probanden  mit einem hohen Gehalt an Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren (vor allem in Fisch) in den Adern hatten ein größeres Hirnvolumen.

Da die Studie an einer kleinen Gruppe von Menschen mit wenigen Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit während eines kurzen Zeitraums vollzogen wurde, müssen in nächster Zukunft langfristig angelegte Studien mit einer größeren Anzahl an Testpersonen erst noch schlüssig beweisen, ob die Ernährung wirklich Auswirkungen auf das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung haben.

Gene Bowman, Autor der Studie von der Oregon Health and Science University, weiß um die Notwendigkeit der Bestätigung dieser Ergebnisse. Anlässlich der Vorstellung seiner Studie sagte er, er halte den Gedanken für spannend, „dass Menschen ihre Gehirne möglicherweise vor der Schrumpfung ihrer Gehirne bewahren und sie durch die Anpassung ihrer Ernährung scharfsinnig halten können.“

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