Rückwärtsgang im Nanotunnel

Wie bei Proteinen beeinflusst auch bei Nukleinsäuren – also den Erbgutmolekülen DNA und RNA – die dreidimensionale Struktur deren Eigenschaften. Die Verwendung von Nanoporen zur Strukturbestimmung ist eine noch junge, aber vielversprechende Tec…

Wie bei Proteinen beeinflusst auch bei Nukleinsäuren – also den Erbgutmolekülen DNA und RNA – die dreidimensionale Struktur deren Eigenschaften. Die Verwendung von Nanoporen zur Strukturbestimmung ist eine noch junge, aber vielversprechende Technik. Allerdings verhinderten Interaktionen zwischen Pore und DNA-Molekül bisher, das Verhalten selbst einfach strukturierter Moleküle während der Passage durch die Pore quantitativ zu verstehen. Dies ist aber notwendig, um die Technik langfristig für die Strukturbestimmung einsetzen zu können. Einem Forscherteam des Exzellenzclusters „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM) ist es nun gelungen, ein neues Verfahren zu entwickeln, das die Nukleinsäuren im Rückwärtsgang analysiert und so störende Einflüsse minimiert. Dies erlaubte den Wissenschaftlern, ein theoretisches Modell zu erstellen, das die Translokationsdynamik verschiedener Molekülsequenzen vorhersagen kann.

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