Neue Krankenkasse

DAK-Gesundheit setzt verstärkt auf „Prävention und Gesunderhaltung“

Die DAK-Gesundheit möchte künftig weitere Partnerschaften mit Betriebskrankenkassen eingehen: Durch Präventionsmaßnahmen sowie gesundheitsförderndes Engagement sollen Mitarbeiter im Unternehmen gezielt gefördert werden – Zusatzbeiträge können wieder aufgehoben werden

Statt weiterer Fusionen möchte die DAK-Gesundheit (Deutsche Angestellten Krankenkasse-Gesundheit) jetzt Partnerschaften mit weiteren Betriebskrankenkassen eingehen. Als drittgrößte Krankenkasse Deutschlands sieht die DAK-Gesundheit ihren Vorteil in ihrer Größe: „Für Flächenpräsenz braucht man Größe, sonst wird es teuer. Für Krankenkassen ist in einer schrumpfenden Gesellschaft Wachstum angesagt”, teilte DAK-Gesundheit-Vorstandsvorsitzender Prof. Herbert Rebscher in der ersten Pressekonferenz nach der Fusion mit. Der DAK-Gesundheit gehören insgesamt 5,1 Millionen Mitglieder sowie 6,6 Millionen Versicherte an. Die Größe erlaube eine bundesweite Präsenz und mehr Nähe zum Kunden, heißt es, insbesondere eine stärkere Einbindung der Betriebskrankenkassen.

Deshalb setzt Rebscher künftig verstärkt auf Prävention und Gesunderhaltung. Für Betriebskrankenkassen könnten diese beiden Aspekte profitabel sein. Besonders möchte sie Unternehmen professionell beraten. Auf ihrer Homepage wirbt die DAK-Gesundheit mit folgendem Wortlaut: „Ein erfolgreiches Unternehmen braucht Mitarbeiter, die gesund und engagiert sind. Denn wer fit ist, kann die Anforderungen des beruflichen Alltags besser meistern. Demzufolge kommt der Förderung der Gesundheit aller Mitarbeiter eine zentrale Rolle zu“. Gesundheitsmanagement soll als Unternehmensstrategie eingesetzt werden, um Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz bewusst vorzubeugen.

Ab dem 1. April 2012 möchte die DAK-Gesundheit zudem die Zusatzbeiträge wieder abschaffen. Vor ihrem Zusammenschluss aus DAK Unternehmen Leben, BKK Gesundheit und BKK Axel Springer hatten die jeweiligen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erhoben, um ihre Leistungsangebote zu optimieren. Trotz erheblicher Verluste konnte die DAK Unternehmen Leben in dem vergangenen Jahr einen Gewinn von 370 Millionen Euro erzielen, als Einzelkasse hätte sie deshalb ohnehin die Zusatzbeiträge gestrichen. Im Jahr 2012 rechnet die DAK-Gesundheit mit einem Umsatz von 100 Millionen Euro.

Insgesamt beschäftigt die DAK-Gesundheit 12.000 Mitarbeiter. Mit Einsparungen, durch die Zusammenlegung von Standorten, möchte sie Kündigungen aufgrund der Fusionen vermeiden. Auf diese Weise kann die DAK-Gesundheit im Jahr 2012 etwa 50 Millionen Euro einsparen. Ebenso werden weitere Arbeitsabläufe erleichtert. Verträge, die die einzelnen Kassen zuvor abgeschlossen hatten, werden durch ein gemeinsames Vertragsmanagement zusammengelegt. Versicherte können demnach künftig von allen Verträgen der ehemaligen einzelnen Kassen Gebrauch machen. Kunden, die einst über die BKK Gesundheit und BKK Axel Springer versichert waren, können z.B. ehemalige DAK Unternehmen Leben-Angebote nutzen.

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