Drogenpolitik

Streitthema: Cannabis-Konsum – Gesundheitsausschuss kommt der Frage nach neuen Regelungen nach

Während Mediziner den Einsatz der Hanf-Pflanze befürworten, betrachten sie Cannabis-Gegner jedoch weiterhin kritisch. Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen fordern zeitgemäße Reformen und wollen den Cannabis-Konsumenten entkriminalisieren

Ende Januar befasste sich der Gesundheitsausschuss des Bundestages mit den Forderungen der Parteien Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen in einer öffentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag. Beide Fraktionen wollen Cannabis-Konsumenten entkriminalisieren. Anlass der Debatte war der Antrag der Partei Die Linke, den sie im September 2011 an den Deutschen Bundestag stellte. Sie fordert die Einführung von Cannabis-Clubs in Deutschland, die Legalisierung des Besitzes von bis zu 30 Gramm Cannabis (Hanf) zum Eigengebrauch sowie den Eigenanbau der Hanf-Pflanze. Der Handel mit Cannabis-Pflanzen und -produkten soll jedoch weiterhin untersagt bleiben. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen möchte Drogenfachgeschäfte mit geschultem Personal einführen. In der öffentlichen Anhörung äußerten sich eineinhalb Stunden lang insgesamt neun Sachverständige zu der aktuellen Drogenpolitik.

Wie Cannabis-Clubs geführt werden sollen

Im Mittelpunkt der Debatte stand das Thema der Cannabis-Clubs, die den Hanf-Eigenanbau kontrollieren sollen. „Die Fraktion fordert, die Clubs als eingetragene Vereine zu organisieren, die überwiegend keine wirtschaftlichen Interessen verfolgen. Der Zugang zu den Räumlichkeiten solle dabei ausschließlich namentlich bekannten, volljährigen Mitgliedern gestattet sein“, teilt die Presse des Deutschen Bundestages mit.

Cannabis hat physische und psychische Auswirkungen

Nachdem Professor Dr. Rainer Thomasius, vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, zu verstehen gab, dass Cannabis ohne jeden Zweifel sowohl zur physischen als auch psychischen Abhängigkeit führe, räumte Oberstaatsanwältin Hannelore Biniok von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main ein, den Besitz von bis zu 30 Gramm Hanf-Erzeugnissen weiterhin zu untersagen. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft sei der sogenannte Hauptwirkstoffgehalt Tetrahydrocannabinol (THC) der Hanf-Pflanze innerhalb der letzten Jahre durch genetische Züchtungen erheblich gestiegen.

Staatsanwalt Jörn Patzak aus Trier teilte mit, dass Cannabis weiterhin als Einstiegsdroge gelte. Er warnt: „Fast jeder, der später Kokain oder ähnliches konsumiert, hat mit Cannabis angefangen.“

Cannabis-Pflanzen-Wirkstoffgehalt enthält heute mehr als zehn Prozent THC

Dr. Rainer Dahlenburg, Apotheker für experimentelle Pharmakologie und Toxikologie beim Bundeskriminalamt, bestätigte, dass der Wirkstoffgehalt in Cannabis-Pflanzen und –erzeugnissen heutzutage „einen Gehalt von mehr als zehn Prozent THC“ aufweise. Bei Konsumenten, die nur einen Nanogramm THC (Tetrahydrocannabinol, Hauptwirtstoff der Hanfpflanze)b  im Blut haben, zeige sich im Straßenverkehr, dass „relevante Ausfallerscheinungen“ auftreten würden. Dies hätte die gleiche Wirkung wie „0,5 Promille Alkohol im Blut“.

Cannabis ist in Deutschland seit 2011 begrenzt zugelassen

Seit Sommer 2011 ist Cannabis in Deutschland begrenzt zugelassen. In allen Bundesländern sind sechs Gramm Cannabis straffrei, „in manchen Bundesländern sogar bis zu 15 Gramm“, so der Vertreter des Deutschen Hanf Verbands Georg Wurth.

THC wird wegen seiner schmerzhemmenden Wirkung im medizinischen Bereich angewendet, wie z.B. bei Krebs oder Arthritis. Auch bei Nervenerkrankungen wie multipler Sklerose oder dem Tourettesyndrom könne Hanf den Bewegungsstörungen entgegenwirken und eingesetzt werden. Deshalb dient Cannabis in Deutschland in erster Linie medizinischen Zwecken. „Denn das ist für Patienten einfacher und sicherer als das Rauchen von Marihuana“, so Wilhelm Schinkel von der Bundesopiumstelle in Bonn, nach Angaben der Zeitung Berliner Morgenpost.

Aktuelle Umfrage und Studie

Einer aktuellen Emnid-Umfrage zufolge sind heute 54 Prozent der Bevölkerung für eine Erweiterung der Legalisierung des Cannabis-Konsums.

Das amerikanische Journal of the American Medical Association (JAMA) belegte mit seiner Studie Anfang Januar, dass das regelmäßige Rauchen von Joints im Gegensatz zu Zigaretten nicht schädlich für die Lunge sei.

Kommentare

Dieser Artikel hat 20 Kommentare. Was ist Deiner?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Es wird zeit das mal was passiert, die Menschen sollen endlich erkennen das es Medizin ist. Es hat zwar eine berauschende Wirkung aber es ist nicht so schlimm wie Alkohol oder sonstiges… Was würden Sie lieber treffen wen Sie gerade von der Disko nach Hause laufen? A: Drei alkoholisierte Jugendliche!? B: Drei bekiffte!? Stellen Sie sich mal diese frage! Ich finde ja wir “Der Staat“ sollten mit entscheiden dürfen und nicht nur die Politiker, es ist wirklich eine Frechheit das wir heut zu Tage einfach nichts mehr machen dürfen! Die Piratenpartei,Die Linke und die Grünen sind dafür so wie 54% der Bevölkerung, sprich die Mehrzahl ist dafür! Wen die Politiker mal einfach auf die bevölkerung hören würde und nicht nur auf Ihre eigene Partei wäre Deutschland mehr an erkannt als jetzt. Die Cannabis Steuer könnte gut für sie Bildung der Jugend sein oder andere sachen. Denken Sie einfach mal nach und schreiben Sie mir was Sie sich dabei denken nach dem Sie mein Nachricht gelesen haben! Würde mich freuen. Liebe Grüsse Rene

  2. Deutschland ist ein Land in dem es ok ist dass 40.000-70.000 Menschen jedes Jahr an Alkohol elendig krepieren und
    Deutschland ist auch ein Land in dem es verboten ist wenn man nicht diesem Gefahrenkreis zugehöhren will und stattdessen lieber einen kifft und am Leben bleibt, denn, an Cannabis ist bis zum heutigen Tag, in der gesamten Menschheitsgeschichte, auf unserem Planeten noch kein einzigster Mensch gestorben!!! Und es wird auch nicht geschehen weil Cannabis kein Nerven- und Zellgift wie Alkohol und Zigaretten ist.

    Viele von den sich Totgesoffenen könnten und wären noch am Leben hätten sie nur Cannabis geraucht, Hätte man Ihnen eine Wahl gelassen und viele hätten auch gewollt aber sie dürften ja nicht und würden oder wurden dafür verfolgt. Verfolgt dafür nicht sterben zu wollen.

    So gesehen ist unsere Regierung für diese vielen Toten (mit) verantwortlich und es beschämt und ärgert mich, dass wir von so festgefahrenen und kleinkarierten Poitikern regiert werden.

    • Man könnte aber auch auf Cannabis steuern belegen indem man staatliche Coffeeshops eröffnet und dort das kiffen erlaubt, so ähnlich wie es die Linke mit ihren “Clubs“ machen will.
      Wenn man in diesen Shops sein Gras kaufen kann kann der Staat hierrauf auch Steuern erheben.
      Und da Marihuanna nicht grade billig ist wird es immer Leite geben die Alkohol trinken.
      Ich kann es nur nicht verstehn das grade Alk sogar von der Kanzlerin als Sozialverträglichedroge gehalten wird und diese meint, dass Alkohol zur Kultur Deutschlands gehört …. die hat doch echt einen Schaden.
      Kiffer wollen nur ihre Ruher das versteht warum auch immer keiner !
      Wir sind nich böse tun niemanden was und ja …

      Lg

  3. Als würde die Politik Cannabis legalisieren, solange der Staat die Alkoholsteuer kassiert, bleibt alles beim alten. Sobald Jugendliche oder Erwachsende die Möglichkeit hätten zwischen Cannabis oder Alkohol zu wählen,würde die Mehrheit den Rausch von Cannabis Vorziehen, und somit entgeht dem Staat die Steuer. Alkohol hat eine viel größere Gesundheitliche Auswirkung auf den Körper und dem Sozialen Umfeld.
    Aber da wird der Mantel des Schweigens drüber gelegt, Hauptsache man bekommt die Steuer, Wir als Bevölkerung können da nicht auswirken.

    Lieben Gruß Daniel

    PS: Ich würde lieber auf drei bekiffte treffen, als auf drei Besoffene.

  4. Staatsanwalt Jörn Patzak aus Trier entgegnete den Befürwortern der Legalisierung, dass Cannabis weiterhin eine Einstiegsdroge sei. „Fast jeder, der später Kokain oder ähnliches konsumiert, hat mit Cannabis angefangen“, warnte er.

    !!!!!Das ist FALSCH!!!!!

    Da sehen wir wieder die Kleingeistigkeit und Scheuklappen unserer Bevormunder.

    es ist doch ganz klar, Nicht Cannabis ist die Einstiegsdroge, nein,
    Alkohol und Zigaretten sind die Einstiegsdrogen Nr. 1 !!!!!
    Was nimmt wohl ein Jugendlicher/Heranwachsender zu erst in seinem Leben zu sich? Bestimmt keine Substanz die ausschließlich auf dem Schwarzmarkt erhältlich ist sondern diese Stoffe die frei verkäuflich sind. Ist doch klar oder?

    • Immer wenn ich dieses Argument lese, bekomme ich Pickel. Genauso wie der poltische Kleingeist, der Killerspielspiele als Ursache für Schulattentate betrachtet. An allem Schuld sind ja noch immer Brot, Wasser und Sauerstoff.

  5. Herr Jörn Patzak verbreitet als Regierungsberater Meinungen mit falschen Kausalitäten, die wissenschaftlich längst wiederlegt sind. Wenn man seinen Blog und seine Webseite durchliest kommt man zu dem Schluß, dass er als ehemaliger Leistungssportler und Abstinenzler am liebsten auch Tabak und Alkohol verbieten würde. Alles (Zitat:) „Drogendreck“. Herr Patzak hat beruflich viel mit „schweren Jungs“ zu tun und argumentiert daher auf eine Weise, als führe der Konsum von Cannabis zwangsläufig zu solchen Karrieren.

    • Ich bin zwar kein Psychologe aber ist es denn nicht Allgemein ein Fakt, dass Suchtkrankheiten jeder Art ein psychologisches Problem als Ursache haben?

      • Herr Patzak ist Staatsanwalt. Wenn er mit „schweren Jungs“ zu tun hat, dann sind das Kriminelle. Herr Patzak ist kein Mediziner.

        • Wieso holt man sich sowas als Experten, wenn er ohne fundiertes Wissen, nicht in der Lage ist etwas Konstruktives zu dieser Thematik beizutragen. Hier wurde doch absolut subjektiv argumentiert.

  6. Unsere Politik ist leider nicht in der Lage auf die Situation angemessen zu reagieren. Es wird behauptet, der THC Gehalt sei heute viel höher und Cannabis ist nicht mehr das harmlose Kraut der 68ger. Das ist sicherlich richtig und bestreitet auch niemand. Doch man muss auch erwähnen, dass kriminelle Energien hinter dieser Entwicklung stehen, die, hätte es das Verbot nie gegeben, heute nicht Realität wären.

    Ein Verbot hat allem Widerspruch zum Trotz keinen reell beobachtbaren Effekt auf das Konsumverhalten. Wer glaubt der Cannabisprävention würde durch das Wegfallen der Illegalität ein essentielles Argument fehlen, der irrt leider ganz gewaltig. Auch ein moralischer Standpunkt, und wenn er auch noch so gut gemeint ist, löst das Problem nicht.

    Abgesehen davon hat Cannabis in der Medizin beträchliche Anwendungsmöglichkeiten und eröffnet ganz neue Ansätze in der Entwicklung von Medikamenten (Stichwort Endocannabid System)

    Die Cannabispolitik muss also sehr grundlegend und angstfrei neu disktuiert werden.

  7. man man man…wo soll ich anfangen!
    1. Die Alkohollobby hat seit jahren SCHISS das ein zweites „legales“ Rauschmittel auf den markt drängt,das OHNE Werbung und den ganzen driss dem Alkohol in den nächste Generationen den rang abläuft(den wir kiffer werden eine VERMARKTUNG nicht ´zulassen!!!)

    2. geht den Textilienherstellern(Baumwolle)seit den 20er-30er jahren der Arsch sowas von auf Grundeis,weil Hanffasern billiger besser langlebiger Umweltfreundlicher usw usw sind….

    3. Will unsere Regierung jede Bewustseinserweiternug des Volkes verhinder!
    Denn wer kifft denkt und fragt vermehrt,und wird früher oder später das gesamte konzept der BRD in frage stellen.

    Ich könnte das ewig so weiter machen aber fakt ist:
    Wenn unsere Regierung sich diesen Industriezweig entgehen lässt werden die mindestens 100 MILLIONEN € weiter in die UNTERWELT gehen,um damit Christal Meth,Kokain Heroin usw usw ins land zu schmuggeln,und den Menschenhandel weiter finanziern.

    Wenn wir Cannabis aber endlich in der mitter der Gesellschaft ankommen lassen,werden wir Arbeitsplätze schaffen,der Unterwelt ein sehr lukratives Standbein nehmen.
    Ausserdem werden mündige Bürger vor Gras das mit Brix,Glas ,Harrspray oder was weiss ich gestreckt ist,geschützt.

    Die Strassenverkaufs-Plätze, die es in JEDER Stadt gibt werden verschwinden,und somit das Cannabis kaufen für DEINEN 13 JÄHRIGEN Sohn masiv erschweren.

    Denn:
    In den Niederlanden sind es die steuerzahlenden Coffeshopbetreiber die für ruhe und ordnung in der Nachbarschaft ihrer Geschäfte sorgen.

    Mutter Erde gab uns Cannabis

    Menschen gaben uns den Alkohol

    Wem vertraust DU!?

  8. Ein Argument der Regierung dass Alkohol legal feil geboten werden darf ist, dass es in unserer Kultur schon lange benutzt wird.
    Nun nehmen wir mal einen fiktiven Staat, irgendwo auf der Welt, in dem es kulturell bedingt erlaubt ist Cannabis zu rauchen aber Alkohol nicht.

    Was glaubt ihr, mit welchen folgenden Argumenten/Fakten die Pro-Alkohol-Bewegung die dortige Regierung davon überzeugen könnte Alkohol zu legalisieren?:

    -bei 60% der innerfamilieren Gewalttaten ist Alkohol mit im Spiel…
    hingegen keine Gewaltmotivation bei Kiffern
    -10tausende von Alkoholtoten jedes Jahr
    aber kein einzigster Todesfall eines Kiffers bis dato
    -massives Absterben von Gehrinzellen
    durchs Kiffen gehen keine Gehirnzellen kaputt, nur durch den Tabak dabei.

    was glaubt ihr würde die dortige Regierung sagen?:
    Was zum…..?? Ihr wollt eine Substanz die so viele negative Aspekte im Vergleich zu unserem guten Cannabis hat legalisieren???
    Nooooooooo…..!!!!! Nie und nimmer, wir wollen sauber bleiben.

  9. Hallo,

    ist ja interessant, dass hier nur die „Gegenseite“ zu Wort kommt mit den angeblich monströsen Schäden, aber dass diese Thesen wie oben beschrieben wiederlegt sind, das kommt hier nicht vor. Das nenn ich mal Voreingenommen!

    Weitere Infos bei mir auf der Webseite: http://www.wie-gefaehrlich-ist-cannabis.de

    …und nebenbei: Der Artikel wie oben verharmlost 50.000 Tote durch Alkohol jedes Jahr in Deutschland und 50.000 Tote im Krieg gegen Drogen alleine in Mexiko in den letzten 6 Jahren!

  10. Ich hab ne Idee. Ganz einfach einmal DIE LINKE oder die GRÜNEN Wählen, dann schauen wir was passiert.

    Also PRO LEGALISIERUNG!

  11. Sehr oberflächlicher Beitrag da nur irgendwelche Fazits anderer Zeitungen übernommen wurden.
    Am sinnlosesten ist dieser Abschnitt:

    „Deshalb dient Cannabis in Deutschland in erster Linie medizinischen Zwecken. „Denn das ist für Patienten einfacher und sicherer als das Rauchen von Marihuana“, so Wilhelm Schinkel von der Bundesopiumstelle in Bonn, nach Angaben der Zeitung Berliner Morgenpost.“

    Ergibt überhaupt keinen Sinn und zeigt dass der Verfasser gar nicht nachgedacht hat was er schreibt. Denn ohne Vergleich einer anderen Konsumform machts nunmal keinen Sinn……ganz nebenbei konsumieren auch den 70 legalen medizinischen Konsumenten zum größten Teils übers Rauchen.

    Desweiteren wurde in der Gesundheitsausschuss-Sitzzung eindeutig festgestellt dass es keine THC-Werterhöhung gibt mit Verweis auf Untersuchungen des BKA. Das war lediglich die Aussage eines von der CDU vorgeladenen Person und die haben bekanntlich null Ahnung vom Thema und lassen ständig sinnlose Peinlichkeiten ab entgegen aller Erkenntnisse. So ist Cannabis ganz sicher keine EInstiegsdroge, das hat das Bundesverfassungsgericht schon nach Expertenanhörungen 1998 erklärt und auch hier zeigt sich wieder die dumme Argumentation der CDU….denn nur weil die meisten Konsumenten harter Drogen mal CAnnabis geraucht haben beweist das nix, immerhin haben die auch mal Muttermilch bekommen und das wäre mit dieser Logik dann auch eine Einstiegsdroge.

    Fakt ist: Die Masse steigt nicht um auf härtere Drogen und wenn dann auch nur weil sie durch die Illegalität beim Dealer automatisch mit härteren Substanzen in Kontakt kommt….bei einer staatlich kontrollierten Abgabe wäre dieses Problem also automatisch mit gelöst….im Endeffekt ist die Illegalität der Einstieg in härtere Drogen.

    Danke und mal bitte den Kopf benutzen

  12. Cannabisclubs sind ein vielversprechnender Ansatz, um eine ganze Reihe von Problemen zu mildern, die wir trotz oder gerade wegen der Repression ohnehin haben. Ich will auch grad nicht über Jugendschutz reden, dass ist eine andere Baustelle. Mit sauberem Cannabis minimieren wir körperliche Gesundheitsrisiken. Legale Quellen von Cannabis unterwandern die kriminellen Strukturen und senken so indirekt auch die enormen Kosten für Repression. Wenn das Tabu in der Öffentlichkeit endlich mal gebrochen ist, kann auch eine bessere Präventionsarbeit gemacht werden.

    Ich finde die deutsche medizinische Gesellschaft ist bei dieser Debatte in die Pflicht zu nehmen und fundiert aber vorallem differenziert aufzuklären. Diese knappen Aussagen wie Cannabis macht abhängig und führt zu Psychosen ist nicht neu, sie lässt sich aber für Laien nur sehr schlecht einschätzen.

    Ähnlich sehe ich das über diese Angst wegen der gestiegenen THC Werte. Die große Öffentlichkeit kann sich von 10% kein Bild machen, zumal THC grundsätzlich anders wirkt und auch anders abgebaut wird als Alkohol, mit dem es hier leider verglichen wird. 1ng/ml ist der juristische Wert, der 0.5 Promille Alkohol in der Straßenverkehrsordung entspricht. Dieser Wert gilt, weil das Bundesverfassungsgericht angesichts der immer besseren Nachweismethoden die Verhältnismäßigkeit wahren will.
    Und mal ganz ehrlich, die Diskussion, die zu diesem Urteil geführt hat, wurde sicher nicht von „Cannabisfreunden“ geführt.

    Angesichts der Umfrage zur Lockerung des Cannabisverbots kann die Bundesdrogenbeauftrage auch nicht mehr das Souverän vertreten, dass das Verbot in der Gesellschaft akzeptiert werde. Hier besteht ganz erheblicher Diskussionsbedarf.

  13. Es wäre ja mal sehr schön gewesen, wenn man nicht nur die Prohibitionsbefürwörter erwähnt hätte, sondern auch die Gegner. (Zum Beispiel Frau Dr. Nicole Krumdiek).

    Und die Legende von der „Einstiegsdroge Hanf“ hat spätestens das Bundesverfassungsgericht 1994 endgültig verneint.

  14. Das Gefährlichste an Cannabis (=Hanf =Marihuana =Haschisch) ist die Strafverfolgung!
    Das gefährlichste an einem Mord ist die Strafverfolgung!
    Die Strafe ist immer das größte Übel bei einem Kriminellen Delikt!
    Man führt von Seiten der Beführworter immer wieder an das Tabak und Alkohol die Einstiegsdrogen wären obwohl diese ja auch erst ab 18 Jahren frei sind!
    Jetzt möchte man dann auch noch Drogen freigeben.
    Wer sollte da dann noch überwachen ob sich alle an den Jugendschutz halten? Einschließlich natürlich der Eltern!
    Wieviele der Cannabiskonsumenten rauchen auch Tabak und trinken Alkohol? In fast jedem Fahrzeug das auf Drogen untersucht wird findet sich auch Tabak!
    Wer schützt nach einer Legalisierung von Cannabis unsere Jugend vor dem Schwarzmarkt der dann noch agressiver auf Jugendliche zugehen wird? Da diese aber verunreinigte Produkte anbieten werden Eltern das Jugendschutzgesetz aushebeln und ihren Sprößlingen sauberen Stoff besorgen.
    Nein Drogen gehören mit aller Härte des Gesetzes verfolgt und wer die betrefenden Gesetze nicht achtet muß halt mit der gerechten bestrafung rechnen.
    Das ist zwar bitter für den betroffenen aber rechtfertigt in keinster Weise eine kriminelle Handlung!
    Jeder der sich beim Dealer um die Ecke Drogen besorgt macht sich mitschuldig an den Verbrechen der Drogenkartelle.
    Da ist es egal um welche Droge sich handelt und auch um welches Verbrechen.
    Der Tot vieler guter Polizisten geht auf das Konto dieser Kartelle aber auch auf das Konto aller Drogenkonsumenten!
    Wo keine Abnehmer da ist auch kein Schwarzmarkt.