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Mutter-Kind-Kur wird eher bewilligt

Im Auftrag des Gesundheitsausschusses und Gesundheitsministeriums ist die Regelung der Bewilligungskriterien für Mutter-Kind-Kuren überarbeitet und am Montag von den GKV-Gremien beschlossen worden. Gewinner sollen hierbei die Familien sein.

Mutter-Kind-Kuren sollen einfacher bewilligt werden. Foto: Sean Wakefield/Flickr

Mutter-Kind-Kuren sollen einfacher bewilligt werden. Foto: Sean Wakefield/Flickr

Seit 2007 haben Mütter einen rechtlichen Anspruch auf eine Mutter-Kind-Kur, wenn die Notwendigkeit durch einen Facharzt medizinisch begründet werden kann. Trotz gesetzlicher Festlegung, so beklagt das Müttergenesungswerk, werden zu viele Anträge mit allzu schwachen Argumenten einfach abgelehnt. Im ersten Halbjahr 2011 betraf dies 35 Prozent der gestellten Anträge.

Den Krankenkassen wurde vor allem Willkür in der Entscheidung für oder wider eine Kur vorgeworfen. Meist würden Anträge abgelehnt mit der Begründung, dass erst eine ambulante vor einer stationären Therapie eingeleitet werden müsse. Dies kann man aber definitiv nicht bei Mutter-Kind-Kuren als Rechtsgrundlage anwenden. Viele Ablehnungsbescheide waren zudem mangelhaft hinsichtlich der Aufklärung über Widerspruchsmöglichkeiten.

Nun wurde von den gesetzlichen Krankenversicherungs-Gremien (GK-Gremien) eine neue Fassung der Begutachtungslinie „Vorsorge und Rehabilitation“ überarbeitet. Die neue Fassung wurde mit Vertretern der GKV sowie mit dem Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes Deutsches Müttergenesungswerk und dem Bundesverband deutscher Privatkliniken diskutiert. Inhaltlich reichen für eine Befürwortung der Kuren dann bereits Gründe wie Beziehungsprobleme, Todesfall in der Familie oder Geldprobleme aus.

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