Herzinfarkt-Risiko

Meiste plötzliche Herztode ereignen sich am Morgen

Amerikanische Wissenschaftler finden heraus: Die sogenannte biologische Uhr des Menschen hat Einfluss darauf, ob ein Mensch möglicherweise einen plötzlichen tödlichen Herzinfarkt erleidet oder nicht. Besonders hoch ist das Risiko in den frühen Morgenstunden und am Abend.

Tödliche Herzinfarkte ereignen sich vorrangig am Morgen oder am Abend. (Foto: Klaus Kunkel/Flickr)

Tödliche Herzinfarkte ereignen sich vorrangig am Morgen oder am Abend. (Foto: Klaus Kunkel/Flickr)

Forscher um Mukesh Jain von der US-Universität Case Western Reserve in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio haben erstmals gezeigt, dass sich Herzrhythmus-Störungen und der Tag-Nacht-Rhythmus einander bedingen. Am häufigsten ereignen sich demnach plötzliche Herztode laut einer im Wissenschaftsmagazin „Nature“ veröffentlichten Studie am Morgen. Auch am Abend ist die Gefahr groß, wenn auch nicht ganz so groß wie am Morgen, eine Herzattacke zu erleiden.

Wie die Wissenschaftler anhand von genetisch veränderten Mäusen herausfanden, ist der Übertragungsfaktor elektrischer Impulse Klf15 verantwortlich für das Risiko, an Herzrhythmus-Störungen zu sterben. Dieser löst die Schläge des Herzens aus und hält so jeden Tag die innere Uhr des Menschen über einen Rhythmus von 24 Stunden stabil.

Prof. Darwin Jeyaraj: „Unsere Studie hat einen bisher unbekannten Mechanismus für die elektrische Instabilität im Herzen identifiziert.“ Die Forschung danach, ob die bei Mäusen gemachten Beoachtungen auch auf den Menschen übertragbar sind, stellt den nächsten wichtigen Schritt in der Untersuchung der Wissenschaftler dar.

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