Pharma

Credit Suisse: 2012 ist das Jahr der Generika

Markenarzneimittel wie Lexapro oder Diovan verlieren 2012 den Patentschutz. Damit eröffnet sich ein US-Generika-Markt in der Höhe von 34 Milliarden US-Dollar. Die starke Konkurrenz und der Kostendruck trüben aber auch die Aussichten der Generika-Hersteller.

Alleine 2012 müssen sich Markenarzneimittel mit einem US-Gesamtumsatz von 34 Milliarden US-Dollar dem Markt der Generika öffnen. „Die größte Verschiebung hin zu generischen Arzneimitteln, die es jemals gegeben hat“, schreibt die Credit Suisse. Der Kassenschlager, das Antidepressivum Lexapro, verliert diese Woche in den USA seinen Patentschutz. Im Mai läuft beim Schweizer Medikamentenhersteller Novartis das Patent für seinen Blutdrucksenker Diovan aus und das umsatzstarke Medikament, der Cholesterinsenker Lipitor vom US-Konzern Pfizer, steht bereits seit dem vergangenen Jahr im Wettbewerb mit Generika.

Führende Generikahersteller, wie die weltweite Nummer eins Teva Pharmaceutical Industries, erwarten 2012 eine Umsatzsteigerung im Generikamarkt um über 3 Prozent. Die führenden Generikahersteller sind zuversichtlich. Der amerikanische Pharmakonzern Mylan konnte beispielsweise im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten und aufgrund der hohen Nachfrage bei Generika in allen Absatzregionen profitieren.

Und dennoch, trotz dieser positiven Aussicht könnte die Generikabranche laut JP Morgan erhebliche Umsatzrückgänge erleiden. Potenziell gedämpft könnte der Aufwärtstrend durch den härteren Wettbewerb, steigenden Kostendruck, strenger werdenden Vorschriften und die von den Regierungen gesetzten Maßnahmen zur Preiskontrolle, die tendenziell die Gewinnspannen von Generikaherstellern gedrückt haben, werden.

Experten empfehlen daher den multinationalen Generikaunternehmen abzuwägen, in welchen Produktsegmenten sie aktiv sein wollen, und Produkte mit begrenzter Verfügbarkeit von Wirkstoffen zu wählen. Mittelgroße Generikaunternehmen sollten sich auf Produkte mit höheren Gewinnspannen konzentrieren.

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