Krise im Gesundheitswesen

Ärztekammern Berlins und Athens wollen weniger Markt im Gesundheitssystem

In einem vierstündigen Treffen haben die Ärztekammer Berlin und die Ärztekammer Athen besprochen, wie sie mit der aktuellen Krise umgehen wollen und wie dabei das Wohl des Patienten geschützt werden kann. Ein weiteres Treffen ist für den Sommer geplant.

Die Krise hat die Ärzte Berlins und Athens auf den Plan gerufen. Gemeinsam wollen sie weitere Schritte planen, um das Wohl der Patienten zu gewährleisten.

Die Krise hat die Ärzte Berlins und Athens auf den Plan gerufen. Gemeinsam wollen sie weitere Schritte planen, um das Wohl der Patienten zu gewährleisten. (Foto: flickr/Amplified-Photography)

Die beiden Kammern wollen künftig stärker zusammenarbeiten. Dies ist das Ergebnis eines ersten Treffens in Berlin. Angereist waren der Präsident der Athener Ärztekammer Dr. George Patoulis sowie deren Ehrenpräsident Dr. Sotiris Rigakis.

Mit Berlins Ärztekammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz tauschten sich die Griechen intensiv über Themen wie Versorgungsleitlinien, Patientensicherheit, Kommerzialisierung des Gesundheitswesens und Arzneimittelverschreibungen aus.

Im Fokus steht die Rolle, die der Ärzteschaft in der gegenwärtigen Krise zukommen soll: „Die Ärzteschaft muss die Führungsrolle im Gesundheitswesen übernehmen und zum Wohle des Patienten definieren, was gute Medizin ist“, sagt Jonitz. Dazu gehöre, „sich gegen den fortschreitenden Marktliberalismus zur Wehr zu setzen“. Patoulis und Jonitz sagen deutlich: „Wir wollen ein Gesundheitswesen und keine Gesundheitswirtschaft.“

Die beiden sind sich auch einig, dass man die Versorgung der Patienten vor Übergriffen der Politik schützen müsse. Gerade in Griechenland stehen im Gesundheitssystem enorme Kürzungen bevor.

Auch das nicht-gesundheitliche Wohl der Patienten war ein Thema: Im Zusammenhang mit der elektronischen Gesundheitskarte wurden vor allem deren Risiken wie Datensicherheit und ein möglicher politischer oder ökonomischer Missbrauch beleuchtet.

Für den Sommer ist das nächste Treffen in Griechenland geplant. Außerdem will man eine gemeinsame Resolution zur aktuellen Situation der Patientenversorgung und zur Bewältigung der Krise im Gesundheitssystem erarbeiten. Daran, so hoffen Patoulis und Jonitz, sollen sich auch Ärztekammern anderer europäischer Hauptstädte beteiligen.

 

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  1. Von dieser Veranstaltung am 13. März 2012 in Berlin ruft Dr. Rath die Menschen in Deutschland und Europa auf, Verantwortung zu übernehmen. Es ist ein Aufruf, gemeinsam ein demokratisches Europa für die Menschen und durch die Menschen aufzubauen — und ein neues, auf die Vorbeugung und Beseitigung von Krankheiten ausgerichtetes Gesundheitswesen weltweit. Die schon jetzt verfügbaren Forschungsergebnisse wissenschaftlich begründeter Naturheilverfahren machen klar, dass die medizinische Anwendung dieser Erkenntnisse zahlreiche Volkskrankheiten auf einen Bruchteil ihres heutigen Standes zurückdrängen werden. Doch diese atemberaubende „Welt ohne Krankheit“ wird uns nicht geschenkt — denn jede dieser Krankheiten ist für die Pharma-Industrie ein Milliardenmarkt. Wenn wir diese Welt für uns und unsere Kinder schaffen wollen, dann müssen wir uns engagieren. Jetzt!