Netzwerk ADAPTHERA: Schnelle Hilfe für Rheuma-Patienten

Neue Versorgungskette von Hausärzten und Rheumatologen

Eine schnellstmögliche und lückenlose Behandlung für Rheuma-Patienten – das ist das Ziel des landesweiten Netzwerkes ADAPTHERA. Dahinter steht eine Versorgungskette von Hausärzten und Rheumatologen. Um das Netzwerk zu unterstützen, hat die KV RLP jetzt einen Kooperationsvertrag mit dem Sana-Rheuma-Zentrum in Bad Kreuznach abgeschlossen. Jahr für Jahr erkranken in Rheinland-Pfalz bis zu 3.000 Menschen neu an chronisch-entzündlichem Rheuma, auch Rheumatoide Arthritis genannt. Zerstörte Gelenke, chronische Schmerzen oder gar der Verlust der Arbeitsfähigkeit sind oft die Folge. Wenn die Krankheit schon bei den ersten Anzeichen erkannt und sofort konsequent behandelt wird, kann sie bei vielen Betroffenen gestoppt oder zumindest deutlich verlangsamt werden. Das Netzwerk ADAPTHERA, das als Landesleitprojekt der Initiative Gesundheitswirtschaft vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium und Wirtschaftsministerium gefördert wird, hat sich zum Ziel gesetzt, diese Patienten schnellstmöglich in eine lückenlose Behandlung zu bringen. Jeder Erwachsene in Rheinland-Pfalz, bei dem erste Anzeichen für die Krankheit auftreten und der noch nicht in Behandlung beim Rheumatologen ist, kann in das Netzwerk aufgenommen werden – unabhängig von seiner Krankenversicherung. Erste Warnzeichen können wiederholt geschwollene und schmerzende Gelenke, steife Gelenke am Morgen oder kraftlose Hände sein. Die Krankheit kann in jedem Alter ausbrechen, besonders häufig trifft es Menschen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Je früher sie erkannt wird, desto größer sind die Chancen, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Hausärzte spielen in dieser Versorgungskette eine besondere Rolle, da sie meist die erste Anlaufstelle für Patienten sind. Ihre Aufgabe ist es, Patienten mit einem Anfangsverdacht auf rheumatoide Arthritis möglichst innerhalb von zwei Wochen an einen im Netzwerk aktiven Rheumatologen zu überweisen. Dabei werden sie von der ADAPTHERA-Koordinationszentrale unterstützt. Wenn sich die erste Diagnose des Hausarztes bestätigt, erarbeitet der Rheumatologe mit dem Patient und Hausarzt einen angemessenen Therapieplan. Der Rheumatologe überprüft den Erfolg der Behandlung alle drei Monate. So kann er die Therapie individuell an den Krankheitsverlauf anpassen. Daher sollten Patienten ihre Beschwerden so schnell wie möglich ihrem Hausarzt berichten, damit dieser überprüfen kann, ob tatsächlich eine entzündlich-rheumatische Erkrankung vorliegen könnte. Ärzte und Patienten erhalten weitere Informationen über die ADAPTHERA-Koordinationszentrale unter Telefon 06 71 / 93 22 67 oder auf der Homepage www.adapthera.net. Gemeinsame Pressemitteilung von Kassenärztlicher Vereinigung Rheinland-Pfalz, ADAPTHERA Das Rheuma-Netzwerk, Sana Rheumazentrum Rheinland-Pfalz AG, Deutscher Hausärzteverband – Landesverband Rheinland-Pfalz e. V.

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