20 Jahre Patientenservice der KV RLP

GIS wird von den Bürgern viel genutzt

Am 1. Juni 2012 feiert der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) sein 20-jähriges Bestehen. Mehr als 23.000 Anrufer nutzen jährlich den Gesundheits-Informations-Service (GIS). "Wir freuen uns, dass der Patientenservice von den Bürgern so gut angenommen wird", kommentiert das Vorstandsmitglied der KV RLP Dr. Klaus Sackenheim das Jubiläum. "Der KV RLP war es wichtig, den Bürgern ein neutrales und seriöses Informationssystem anzubieten. Das ist uns gelungen. Wir leisten immer wieder Hilfestellung bei der Suche nach einem geeigneten Arzt, geben wertvolle Tipps und unterstützen die Bürger bei der Suche nach einem freien Psychotherapieplatz und anderen Experten." Serviceangebot
Das Serviceangebot für die Bürger umfasst:
  • Auskunft über Spezialisierungen und Behandlungsschwerpunkte sowie Fremdsprachenkenntnisse von Ärzten und Psychotherapeuten
  • Nennung aktueller Wartezeiten und freier Therapieplätze in psychotherapeutischen Praxen
  • Hilfe bei der Suche nach psychosozialen Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen
  • Information über Ernährungsberater, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden etc.
Erreichbarkeit
Der Patientenservice ist erreichbar unter der Telefonnummer 02 61 / 39 002 400 montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr
sowie freitags von 8 bis 15 Uhr Darüber hinaus kann das Serviceteam des GIS erreicht werden
per E-Mail an gis@kv-rlp.de und schriftlich an:
Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz
Hauptverwaltung
GIS
Isaac-Fulda-Allee 14
55124 Mainz Weitere Informationen auch online auf der Homepage der KV RLP unter www.kv-rlp.de. Der dort installierte Arztfinder hilft bei der Suche nach einem geeigneten Arzt oder Psychotherapeuten. Geschichte des GIS Koblenzer Modell einer Koordinierungsstelle Psychotherapie vom
1. Juni 1992 bis 31. Juli 1995

Am 1. Juni 1992 wurde von der damals noch eigenständigen KV Koblenz das Koblenzer Modell einer Koordinierungsstelle Psychotherapie eingerichtet. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert und vom Zentralinstitut der kassenärztlichen Versorgung in Köln wissenschaftlich begleitet. Die Zielsetzung war, eine Verbesserung der Kommunikation und Organisation im Bereich der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung, um das vorhandene Angebot an psychotherapeutischen Leistungen besser nutzen zu können. Ärztliche und psychologische Psychotherapeuten stellten dazu ihr Leistungsangebot zur Verfügung, welches erstmals in einer zentralen Informationsbörse Psychotherapie (Z. I. P.) eingepflegt und abrufbar bereitgestellt wurde. Als Basisdaten wurden die Daten erfasst, die die Ärzte und Psychotherapeuten der KV Koblenz sowie der Ärztekammer gemeldet hatten, also der Name, Praxisadresse, Rufnummer, Fachgebiet, Fachkunde, Weiterbildung, Zusatzbezeichnung entsprechend der Weiterbildungsordnung sowie besondere Leistungen, für die eine spezielle Genehmigung erteilt wurde. Neben diesen Angaben wurden auch Wartezeiten und freie Psychotherapieplätze der Praxen erfasst. Psychosoziale Beratungsangebote, Angaben über Selbsthilfegruppen und stationäre Einrichtungen ergänzten den Datenpool. Ärzte sowie Patienten, die von ihrem behandelnden Arzt auf den Service aufmerksam gemacht wurden, erhielten die benötigten Informationen auf telefonische Abfrage. Psychotherapiesuchende konnten durch die Verbesserung der Zugangswege sowie der Verringerung von Wartezeiten  erheblich profitieren. Darüber hinaus wurde es möglich, differenzierte Aussagen zu dem aktuellen psychotherapeutischen Angebot und dem Bedarf einer Region zu machen. Versorgungsengpässe konnten gezielt aufgezeigt und bedarfsgerecht abgestimmt werden. Weiterführung bis 31. Dezember 1998
Die Koordinierungsstelle wurde nach dem erfolgreichen Abschluss der Projektphase zunächst befristet bis zum 31. Dezember 1998 als Einrichtung der Regelversorgung durch die KV Koblenz übernommen. Bis heute
Durch Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes sowie der Bedarfsplanung für den Fachbereich Psychotherapie ab 1999 entstanden Veränderungen hinsichtlich des therapeutischen Angebots und der Versorgung. Aufgrund der positiven Erfahrungen und den vorhandenen Strukturen der Koordinationsstelle Psychotherapie hat die KV Koblenz eine Servicestelle für Ärzte, Patienten und Krankenkassen eingerichtet, den Gesundheits-Informations-Service. Im Rahmen der Fusion der vier KVen in Rheinland-Pfalz wurde der GIS für alle Bürger in Rheinland-Pfalz übernommen. Der Vorstand der KV RLP kam damit dem Anliegen der Ärzteschaft entgegen, bei der zunehmenden Spezialisierung der Ärzte eine patientenrelevante Transparenz der Leistungsangebote im Gesundheitswesen herzustellen und kommerziellen Anbietern auch im Sinne des Patientenschutzes ein neutrales und seriöses Informations-System entgegenzusetzen. Der behandelnde Arzt sollte die Möglichkeit haben, sich über ambulante und stationäre Versorgungsmöglichkeiten für seine Patienten, Spezialisierungen seiner Kollegen oder komplementäre Versorgungsangebote umfassend zu orientieren. Hintergrund
Die differenzierten Informationen der Z. I. P. ermöglichten eine patientengerechte und effiziente Informations-, Beratungs- und Vermittlungstätigkeit. Priorität hatte die rasche Bereitstellung eines bedarfsgerechten Behandlungsplatzes für die Patienten. Patienten ohne Fachdiagnose wurden auf Wunsch zur Diagnostik in Indikationsstellung direkt an einen der mitwirkenden ärztlichen Psychotherapeuten vermittelt. Den unterschiedlichen Anliegen der Patienten entsprechend ergab sich das folgende abgestufte Vorgehen:
Stufe 1 – Information
Dem Anfragenden wurden Informationen aus dem verfügbaren Datenpool der Z. I. P. weitergegeben, zum Beispiel Adressen von Psychotherapeuten aus der entsprechenden Region. Informationen zu Therapieverfahren sowie Wartezeiten. Stufe 2 – Beratung
Der Anfragende wurde telefonisch beraten und gezielt an Beratungsstellen, Psychologen oder andere Stellen verwiesen. Stufe 3 – Vermittlung
Der Anfragende suchte möglichst rasch mit Hilfe der Koordinationsstelle einen Psychotherapeuten bzw. Indikationssteller. In diesen Fällen vermittelte die Koordinationsstelle direkt einen Vorstellungstermin. Konnte die indizierte Therapiemaßnahme nicht in der vermittelten Praxis durchgeführt werden, wurde mit Hilfe der Koordinationsstelle ein geeigneter Behandlungsplatz gesucht.

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