Ernährung

„Bubble Tea“: Auf gar keinen Fall für Diabetiker geeignet

Das aus Asien stammende Trendgetränk enthält viel Zucker. Auch wenn für die Grundlage weißer, schwarzer, grüner oder mit Milch gemischter Tee verwendet wird, der Hauptbestandteil eines Bubble Teas ist Sirup. Die Deutsche Diabetes-Hilfe empfiehlt auf Saftschorlen und ungesüßte Tees auszuweichen.

Gerade bei Hitze ist es wichtig, täglich mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit zu trinken. Doch nicht jedes Getränk ist auch gesund. Der aus Asien stammende „Bubble Tea“ ist derzeit das Trendgetränk. Knallbunt und mit kleinen Kügelchen versetzt, ist der Mix vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Wegen seines hohen Zucker- und Kaloriengehalts ist er generell und auch für Menschen mit Diabetes kein geeigneter Durstlöscher. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Hilfe hin.

Wer sich einen Becher des Tee-Mix-Getränkes in einer „Bubble Tea Bar“ kauft, hat zunächst die Qual der Wahl: Welche Farbe und welche Grundgeschmacksrichtung soll der „Bubble Tea“ haben, welcher Sirup zugefügt werden, welche Kügelchen – „Popping Bobas“ genannt – oder welche „Jelly“-Stückchen das Geschmackserlebnis krönen? Eine große Fast-Food-Kette wirbt derzeit mit 250 möglichen Kombinationen. Doch egal, ob als Grundlage weißer, schwarzer, grüner oder mit Milch gemischter Tee verwendet wird, ob Sirup, Boba und Jelly nach Frucht- oder anderen Aromen schmecken, eines haben alle „Bubble Teas“ gemeinsam: Sie enthalten viel Zucker und sind somit sehr kalorienreich.

Ein „Bubble Tea“ enthält zwar nur ein Drittel soviel Zucker wie Cola, dennoch ist er für Diabetiker äußerst ungeeignet. (Foto: flickr/horstm22)
Ein „Bubble Tea“ enthält zwar nur ein Drittel soviel Zucker wie Cola, dennoch ist er für Diabetiker äußerst ungeeignet. (Foto: flickr/horstm22)

„Mit 50 bis 60 Gramm Zucker pro Becher haben drei ,Bubble Teas‘ etwa genau so viel Zucker wie die gleiche Menge Cola. Der Mangomilchtee von Boobuk enthält sogar 90 Gramm, das sind 30 Stück Würfelzucker. Mit 500 Kilokalorien hat er auch den höchsten Brennwert“, sagt Michaela Berger, Diabetes-Beraterin, Vorstandsmitglied des Verbands der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) und kooptiertes Vorstandsmitglied der Deutschen
Diabetes-Hilfe. „Damit ist ,Bubble Tea‘ gerade für Menschen mit Diabetes, die einen raschen und starken Blutzuckeranstieg vermeiden und auf ihre Kalorienzufuhr achten müssen, nicht als Durstlöscher geeignet. Sonst droht bei ihnen eine Hyperglykämie.“ Eine solche Überzuckerung kann bei Diabetikern zum „diabetischen Koma“ führen.

Darum rät die Deutsche Diabetes-Hilfe von „Bubble Tea“ und zuckerhaltigen Limonaden ab und empfiehlt Alternativen wie Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen aus Fruchtsaft und Wasser (z.B. 1 Teil Saft, 3 Teile Wasser). Wer auf sein Gewicht achten möchte und/oder von Diabetes betroffen ist, kann weitere Kohlenhydrate einsparen, wenn Fruchtsaft stärker mit Wasser verdünnt wird (1 Teil Saft, 10 Teile Wasser). Auch eine Scheibe Zitrone, etwas frischer Ingwer oder frische Pfefferminze können Mineralwasser aromatisch aufpeppen.

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