Wirtschaft

GlaxoSmithKline: Neues Angebot für Human Genome Science

Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) will 14,25 Dollar pro HGS-Aktie (Bio-Tech-Konzern Human Genome Science) zahlen. Mit der Übernahme von HGS möchte GSK bis zum Jahre 2015 bis zu 200 Millionen Dollar an Synergie-Effekten gewinnen.

Der britische Pharmahersteller GlaxoSmithKline (GSK) hat im Zuge von Übernahmeabsichten dem US-amerikanischen Bio-Tech-Konzern Human Genome Science (HGS) ein höheres Angebot gemacht. Wie GSK mitteilte, gilt nun das Angebot von 14,25 US-Dollar (zuvor: 13 Dollar) pro Aktie. Damit wird HGS nun mit drei Milliarden Dollar bewertet und zudem das Angebot bis zum 27. Juli 2012 verlängert.

Der gebotene Preis liegt nun 99 Prozent über dem, was die HGS-Aktie am 18. April 2012 wert war. Er lag zu diesem Zeitpunkt bei 7,17 Dollar; einen Tag später hatte HGS das Angebot von GSK öffentlich bekanntgegeben.

Mit der Übernahme des amerikanischen Gentechnik-Spezialisten erhofft sich der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline Vorteile für alle Beteiligten: Unternehmen, Aktionäre, Patienten. (Foto: flickr/GlaxoSmithKline)

Mit der Übernahme des amerikanischen Gentechnik-Spezialisten erhofft sich der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline Vorteile für alle Beteiligten: Unternehmen, Aktionäre, Patienten. (Foto: flickr/GlaxoSmithKline)

Der Geschäftsabschluss ist Teil einer Langzeitstrategie, mit der GSK nachhaltiges Wachstum, eine Vereinfachung des Geschäftsmodells, eine disziplinierte Kapitalisierung und eine höhere Rendite von Forschung und Entwicklung anstrebt. Bei GSK erwartet man bis zu 200 Millionen Dollar an Synergie-Effekten bis zum Jahre 2015 und einen Beitrag zum Ergebnis ab 2013. GSK erwirbt mit der Übernahme auch die gesamten Rechte an den Medikamenten Benlysta, Albiglutide und Darapladib. Somit wird neben einer langfristigen Absicherung die Vereinfachung und Optimierung von Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Produktion ermöglicht.

Beide Unternehmen, die auf eine erfolgreiche, bislang 20-jährige Partnerschaft zurückblicken können, sind optimistisch gestimmt: „Wir freuen uns, mit HGS eine für beide Seiten vorteilhafte Einigung erzielt zu haben und glauben, dass die Kombination von GSK und HGS für beide Unternehmen sowie für unsere Aktionäre eine klare finanzielle und strategische Logik darstellt“, sagte Sir Andrew Witty, Vorstandsvorsitzender bei GSK. Die Transaktion unterliege den strengen Übergangskriterien von GSK und man erwarte langfristig „signifikante Gewinne“.

„Nach einer gründlichen Analyse der strategischen Alternativen, ist HGS zu dem Schluss gekommen, dass eine Kooperation mit GSK die beste Lösung für unser Unternehmen und auch der beste Weg ist, um den Wert für unsere Aktionäre zu maximieren“, sagte auch der Präsident und Vorstandsvorsitzende von HGS, H. Thomas Watkins. Die beiden Unternehmen verfügten über eine „über eine lange und produktive Geschäftsbeziehung“ und man werde gemeinsam einzigartig positioniert sein, um das volle Potential seiner Produkte wie das des Medikaments Benlysta ausschöpfen zu können. Das sei – neben den Stakeholdern – auch „zum Vorteil jener, die weltweit von schweren Erkrankungen betroffen sind.“

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