Demografie und Spendeaktivität von Blut- und Plasmaspendern in Deutschland Update 2010 und 5-Jahresvergleich

Seit 2006 erhebt das Robert Koch-Institut im Rahmen der Blutspendersurveillance neben infektionsepidemiologischen Daten auch Informationen zur Anzahl der Spender in Deutschland. Die vorliegende Publikation beschreibt die Demografie der Spenderpopulatio…

Seit 2006 erhebt das Robert Koch-Institut im Rahmen der Blutspendersurveillance neben infektionsepidemiologischen Daten auch Informationen zur Anzahl der Spender in Deutschland. Die vorliegende Publikation beschreibt die Demografie der Spenderpopulationen für Vollblut, Plasma und Zytapherese des Jahres 2010. Veränderungen in der Altersstruktur und im Spendeverhalten und deren Auswirkung auf das Spendenaufkommen werden vergleichend zur Ersterhebung von 2006 dargestellt. Die Anzahl der Personen im spendefähigen Alter nahm von 2006 bis 2010 um mehr als 2% ab. Dennoch stieg die Zahl der Neu- bzw. Mehrfachspender für Vollblut um 8 bzw. 7%. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der Neuspender von Plasma um 23%, die der Mehrfachspender sogar um 41% zu. Im Jahr 2010 waren über 4,3% der Bevölkerung zwischen 18 und 68 Jahren wiederholt als Vollblutspender und 0,4% als Apheresespender aktiv. Gegenüber dem Jahr 2006 nahm der Spenderanteil an der Allgemeinbevölkerung insbesondere bei den 18- bis 24-Jährigen deutlich zu. Die Spendehäufigkeit variierte abhängig von Spendenart, Geschlecht und Alter der Spender. Im Durchschnitt lag sie für Vollblut bei 1,9, für Plasmapheresen bei 12,5 und für Zytapheresen bei 5,0 Spenden im Jahr. Gegenüber 2006 stieg die Zahl der pro Spender geleisteten Spenden für Apheresen deutlich an, v. a. bei älteren Spendern. Die Spendehäufigkeit der Vollblutspender blieb nahezu unverändert. Durch die stärkere Rekrutierung von Neuspendern und die verbesserte Pflege und Reaktivierung erfahrener Spender konnte das Spendenaufkommen von Vollblut und Apheresen in Deutschland ausgebaut werden.

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