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Bayer erhöht Prognose: HealthCare bestes Quartal aller Zeiten

Nachdem der Bayer-Konzern im zweiten Quartal 2012 mehr umgesetzt hat als erwartet, rechnet er mit einem Jahresumsatz von bis zu 40 Milliarden Euro – zuvor ging das Unternehmen von 37 Milliarden Euro aus. Zur Umsatzsteigerung trugen vor allem Wachstumsmärkte wie China und Nordamerika bei.

Der Bayer-Konzern rechnet nach einem guten zweiten Quartal 2012 mit einem Jahresumsatz von 39 bis 40 Milliarden Euro. Bisher war man bei Bayer von einem Umsatz von 37 Milliarden Euro ausgegangen. „Nach dem guten Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2012 sind wir auch für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Marijn Dekkers.

Das Unternehmen konnte mit einem Umsatz von 10,2 Milliarden Euro einen Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres verbuchen. Dazu habe Dekkers zufolge vor allem der Konzernbereich CropScience, der für Agrarprodukte zuständig ist, beigetragen. Der Bereich HealthCare verzeichnete mit einem Umsatz von 4,6 Milliarden Euro sogar das beste Quartal aller Zeiten. Außerdem hätten „positive Währungseinflüsse“ einen großen Anteil an Bayers Rekordgewinnen, so Dekkers.

Bayer peilt für 2012 39 bis 40 Milliarden Euro Umsatz an. Grund für den Optimismus sind unter anderem große Zuwächse in der HealthCare-Sparte. (Foto: Bayer AG)

Bayer peilt für 2012 39 bis 40 Milliarden Euro Umsatz an. Grund für den Optimismus sind unter anderem große Zuwächse in der HealthCare-Sparte. (Foto: Bayer AG)

Der Teilkonzern HealthCare hat in seinen beiden Segmenten – Pharma und Consumer Health – zulegen können. Die Umsatzsteigerungen im Pharmageschäft wurden vor allem in Nordamerika und in den Wachstumsmärkten, insbesondere in China, erzielt. So konnten die rückläufigen Umsätze in Europa – vor allem in Westeuropa – wieder wettgemacht werden. Besonders mit dem Gerinnungshemmer Xarelto konnte Bayer ein Plus machen, ebenso mit der Hormonspirale Mirena. Dank Mengenausweitungen und eines Mirena-Großauftrags aus den USA hat Bayer mit dem Verhütungsmittel eine Steigerung von 26,7 Prozent verbuchen können.

Bei seinen Multilple-Sklerose-Medikamenten konnte Bayer den Umsatz um „erfreuliche“ 10,2 Prozent steigern, „wobei der Anstieg zum Teil auf Einmaleffekte in den USA zurückzuführen“ sei. Umsatzrückgänge von 6,4 Prozent musste Bayer dagegen bei seiner Anti-Baby-Pille Yasmin in Kauf nehmen, nach Angaben des Konzerns wegen der „Generikakonkurrenz in Westeuropa und Nordamerika“. In Japan allerdings legte der Umsatz mit Yasmin zu. Weitere Umsatzeinbußen musste Bayer mit dem Mittel Levitra gegen erektile Dysfunktion hinnehmen: Hier gab der Umsatz um 16,9 Prozent nach, „insbesondere aufgrund von Rückgängen in den USA“.

Im Bereich von Consumer Health konnte Bayer dagegen dank der hohen Nachfrage in den Wachstumsländern durchweg punkten: Die Hautpflegemittel Bepanthen und Bepanthol legten um 18,3 Prozent zu, das Schmerzmittel Aleve um 10,1 Prozent. Ebenso verkauften sich Kontrastmittel und Medizingeräte besser. Auch bei den Tierarzneimitteln konnte Bayer dank des Marktes in Europa seinen Umsatz steigern. In der HealthCare-Sparte hat die Vermarktung neuer Pharmaprodukte im Jahr 2012 „absolute Priorität“. Bayer erwartet für den Teilkonzern Umsatzzuwächse von drei bis vier Prozent.

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