Gesundheitswirtschaft

Carl Zeiss Meditec auf Wachstumskurs

Der Medizingerätehersteller Carl Zeiss Meditec legte in den vergangenen neun Monaten in allen Geschäftsbereichen und Weltregionen um 630,8 Millionen Euro zu – dies entspricht einer Steigerung von 13,6 Prozent. In den USA und Deutschland ist die Nachfrage besonders stark.

Der Medizintechnikanbieter Carl Zeiss Meditec AG hat gute Nachrichten zu vermelden: Auch im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2011/2012 befindet sich das Unternehmen weiterhin auf Wachstumskurs. In den vergangenen neun Monaten erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 630,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 13,6 Prozent.

Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender von Carl Zeiss Meditec, ist angesichts der Zahlen optimistisch: „Wir haben ungeachtet einer schwieriger werdenden Weltwirtschaftslage wieder ein solides Ergebnis mit einem zweistelligen Umsatzwachstum erzielt und halten an unserer Umsatzprognose für das Gesamtjahr fest.“ Zum Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 erwartet er einen Umsatz von 830 bis 860 Millionen Euro, was einem Wachstumskorridor von 9 bis 13 Prozent entspräche.

Fertigung von Intraokularlinsen in Berlin-Henningsdorf: Die Sparte „Chirurgische Ophtalmologie“ von Carl Zeiss Meditec wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,3 Prozent (Foto: Carl Zeiss)

Fertigung von Intraokularlinsen in Berlin-Henningsdorf: Die Sparte „Chirurgische Ophtalmologie“ von Carl Zeiss Meditec wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,3 Prozent (Foto: Carl Zeiss)

Zu der guten Entwicklung hatten alle Strategischen Geschäftseinheiten und Regionen beigetragen: Am stärksten wuchs der Umsatz in der Region „Americas“; dank weiterhin starker Nachfrage aus den USA und Umsatzbeiträgen aus Lateinamerika konnte Carl Zeiss Meditec seinen Umsatz hier in den letzten neun Monaten um 14,1 Prozent steigern. Danach folgt die Region Asien/Pazifischer Raum mit einem Wachstum von 13,7 Prozent, die gleichzeitig „gestützt von einer positiven Auftragslage […] ein unverändert hohes Wachstumspotenzial“ berge.

Der Umsatz in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) wuchs dank „besonders robuster Nachfrage aus Deutschland und Russland“ um 12,9 Prozent, so dass die „unwägbaren Rahmenbedingungen insbesondere in Südeuropa“ keinen größeren Schaden anrichten konnten.

Am besten verkauften sich die Produkte aus dem Geschäftsbereich der Mikrochirurgie, die diesen Bereich um 21,6 Prozent wachsen ließen und der bei Carl Zeiss Meditec als „Umsatzlokomotive“ gilt. Zu diesen Produkten gehören beispielsweise Operationsmikroskope für die Neurochirurgie. Der Bereich der Chirurgischen Ophtalmologie legte um 13,3 Prozent zu, vor allem dank des Geschäfts mit Intraokularlinsen. Der dritte Geschäftsbereich, Ophtalmologische Systeme, legte um 6,1 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum zu. Hier war die Nachfrage nach refraktiven Lasern, die eine neuartige Behandlung von Fehlsichtigkeiten ermöglichen, für das Wachstum verantwortlich.

Ludwin Monz ist zufrieden: „Mit unserem breit gefächerten Produktportfolio von der Augenheilkunde über die Mikrochirurgie bis hin zu innovativen Anwendungen in der Strahlentherapie, dem Ausbau des Lösungsgeschäfts und unserem Service-Angebot sehen wir uns gut gerüstet für die Zukunft.“

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