Gesundheitswirtschaft

Agaplesion und proDIAKO schließen sich zusammen

Die Christlichen Gesundheitsversorger Agaplesion gAG und die proDIAKO gGmbH können nach ihrem Zusammenschluss einem Umsatz von einer Milliarde Euro Umsatz entgegenblicken, womit sich das Unternehmen zu den „Top Ten des Gesundheitsmarktes“ zählen kann.

Der christliche Gesundheitskonzern Agaplesion gAG aus Frankfurt am Main und die niedersächsische proDIAKO gGmbH haben ihren Zusammenschluss beschlossen. Das Bundeskartellamt muss diesem aber noch zustimmen.

Agaplesion wurde 2002 gegründet und hat sich innerhalb von zehn Jahren zu dem größten diakonischen Anbieter von medizinischen und pflegerischen Dienstleistungen entwickelt. Nach dem Zusammenschluss mit proDIAKO, einem diakonischen, gemeinnützigen Krankenhausunternehmen, kann Agaplesion einem Umsatz von einer Milliarde Euro entgegenblicken, womit sich das Unternehmen zu den „Top Ten des Gesundheitsmarktes“ zählt. In Zukunft werden mehr als 17.000 Menschen in den über 100 Einrichtungen des Konzerns arbeiten können. Dazu zählen 31 Krankenhäuser, 30 Wohn- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Hospize und Krankenpflegeschulen.

Die führenden Köpfe von Agaplesion und proDIAKO sind zufrieden: Gemeinsam will man auf dem hart umkämpften „Sozialmarkt“ seine Kräfte bündeln. (Foto: proDIAKO)

Die führenden Köpfe von Agaplesion und proDIAKO sind zufrieden: Gemeinsam will man auf dem hart umkämpften „Sozialmarkt“ seine Kräfte bündeln. (Foto: proDIAKO)

Man hat die Zeichen der Zeit erkannt: „Für einzelne Krankenhäuser wird es immer schwieriger, sich in einer dynamischen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation im Sozialmarkt zu behaupten“, sagt Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender von Agplesion. Und da schließlich auf einem harten Markt Werte wie Rücksichtnahme oder gar Nächstenliebe völlig fehl am Platze sind, muss auch ein christliches Unternehmen sich zu helfen wissen, um unter den Wölfen zu bestehen: „Erst durch den Zusammenschluss zu einem leistungsfähigen Konzern ist es möglich, Spezialwissen vorzuhalten und hervorragende medizinische und pflegerische Leistungen anzubieten“, so Horneber.

Man werde durch den Zusammenschluss mit proDIAKO „neues Know-how und weitere Kraft gewinnen“, so dass Agaplesion eine „erfolgreiche, durch weiteres Wachstum und Innovation geprägte Zukunft“ bevorstehe. Auch die Geschäftsführer von proDIAKO, Heinz Kölking und Michael Schwekendiek, sind zufrieden: Man habe in Agaplesion einen verlässlichen Partner aus dem Bereich der Diakonie gefunden, mit dem man in weiten Bereichen eine ähnliche Sprache spreche. „Agaplesion hat uns mit seiner Integrativen Managementstruktur und der Einbeziehung der Einrichtungen vor Ort in wichtige strategische Entscheidungen überzeugt“, so Kölking und Schwekendiek.

Die proDIAKO mit Sitz in Rotenburg an der Wümme steuert dem Zusammenschluss sieben Krankenhäuser, zwei stationäre und zwei ambulante Pflegeeinrichtungen sowie zwei Reha-Einrichtungen in regionalen Versorgungsnetzen bei.

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