Ernährung

Schokolade zur Schlaganfallprävention

Mehrere Studien belegen den positiven Einfluss von Schokolade auf die Gesundheit. Flavonoiden, die im Kakao enthalten sind, haben eine antioxidative Wirkung und sorgen für einen niedrigeren Blutdruck – schon 62,9 Gramm Schokolade wöchentlich können die Wahrscheinlichkeit, einem Schlaganfall zu erleiden, um 17 Prozent senken.

Wie vieles, was in Maßen genossen wird, hat auch Schokolade ihre durchaus gesundheitsfördernde Wirkung: Schon mit knapp 60 Gramm Schokolade pro Woche kann das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, signifikant gesenkt werden.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie eines Teams von Epidemiologen um Dr. Susanna C. Larsson vom Karolinska Institut, die die Entwicklung von 37.103 Männern der „Cohort of Swedish Men“ über zehn Jahre hinweg verfolgt hat. Von diesen Männern erlitten 1.995 einen Schlaganfall, bei 1.511 davon handelte es sich um ischämische Schlaganfälle (Hirninfarkt), 321 waren  hämorrhagische Schlaganfälle (Hirnblutung), 163 waren nicht spezifizierte Infarkte.

Je dunkler, desto besser: Die Flavonoide der Kakaopflanze können helfen, das Risiko eines Schlaganfalls zu reduzieren. (Foto: flickr/John Loo)

Je dunkler, desto besser: Die Flavonoide der Kakaopflanze können helfen, das Risiko eines Schlaganfalls zu reduzieren. (Foto: flickr/John Loo)

Bringt man diese Zahlen mit dem wöchentlichen Schokoladenkonsum der Studienteilnehmer in Verbindung, so ergibt sich ein interessantes Ergebnis: Je höher der Schokoladenkonsum, desto geringer das Schlaganfallrisiko. So war bei dem Quartil mit dem höchsten Konsum (im Median 62,9 Gramm in der Woche) die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, um 17 Prozent niedriger als bei jenen, die keine Schokolade aßen.

Als Ursache wird der hohe Gehalt an Flavonoiden im Kakao angesehen. Diese haben eine antioxidative Wirkung und sorgen allgemein für einen niedrigeren Blutdruck.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie aus dem Jahr 2010, die auf die Ergebnisse der European-Prospective-Investigation-into-Cancer-and-Nutrition-(EPIC-)-Studie, die in zehn Ländern durchgeführt wurde, zurückgreift. Innerhalb von acht Jahren (1992 bis 2000) traten bei den 19.357 deutschen Probanden 136 Schlaganfälle und 166 Herzinfarkte auf. Hier hatten Schokoladenkonsumenten des obersten Quartils (7,5 Gramm pro Tag) 39 Prozent weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle als die des untersten Quartils. Allerdings weist Prof. Dr. med. Holzgreve darauf hin, dass es zu Beginn der Studie nur einen einmaligen Selbstreport zu Ernährungsgewohnheiten wie etwa dem Schokoladenkonsum gab.

Eine ebenfalls schwedische Studie, die 33.372 Frauen im Alter von 49 bis 83 Jahren beobachtet hat, kommt zu ähnlichen Schlüssen, was den Zusammenhang von Schokolade und Schlaganfall betrifft: In einem Zeitraum von zehn Jahren traten 1.200 ischämische Schlaganfälle auf, 224 hämorrhagische und 125 nicht spezifizierte. Auch hier hatten die Schokoladenkonsumentinnen aus dem höchsten Quartil (Median 66,5 g/Woche) ein signifikant niedrigeres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

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