Cholesterinwerte

Durchbruch bei cholesterinsenkenden Medikamenten

Chemiker der Hamilton’s McMaster University machen das Protein Resistin für einen Anstieg der Cholesterinwerte verantwortlich. In Zukunft sollen bessere Medikamente entwickelt werden, die das Protein Resistin direkt lokalisieren. Auf diese Weise könne die Wirkung der Medikamente erhöht werden.

Kanadische Forscher haben eine Antwort auf den Anstieg von Cholesterinwerten bei Menschen gefunden. Eine Studie von Wissenschaftlern der Hamilton’s McMaster University kommt zu dem Schluss, dass das Protein Resistin die Ursache für den hohen Cholesterinwert bei Patienten ist. Resistin ist im Menschen vorhanden und wird in der Leber von Fett abgesondert. Dort werden die Rezeptoren für einen normalen Cholesterinabbau behindert.

Herkömmliche, cholesterinsenkende Medikamente zielen momentan noch nicht speziell auf die Eindämmung von Resistin ab. Dies soll sich jedoch in Zukunft ändern. Der Bericht der kanadischen Forscher belegt, dass über 40 Prozent der Patienten eine Resistenz gegen die positiven Effekte von cholesterinsenkenden Medikamenten entwickeln.  Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Resistenz erhöhe sich, je höher der jeweilige Resistin-Spiegel im Blut der Patienten sei, sagt Dr. Shirya Rashid, Autor der Studie und Assistenzprofessor der kanadischen McMaster University.

Je höher das Resistin in der Blutbahn, desto höher der Cholesterin-Spiegel der Patienten (Foto: Flickr\AlishaV)

Je höher das Resistin in der Blutbahn, desto höher der Cholesterin-Spiegel der Patienten (Foto: Flickr\AlishaV)

Mit Hilfe der Erkenntnisse sollen in Zukunft bessere Medikamente gegen hohe Cholesterinwerte entwickelt werden. Dabei sollen künftige Präparate speziell das Protein Resistin adressieren. Auf diese Weise lasse sich die Wirkung von cholesterinsenkenden Medikamenten erhöhen, so die Wissenschaftler.

In Kanada leiden über 40 Prozent der Bevölkerung an einem zu hohen Cholesterinspiegel. Zusammen mit Übergewicht können sich die Arterien durch die Bildung von Plack verengen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Beschwerden bis hin zum Herzinfarkt erhöhen. „Zum Glück wissen wir sehr viel über die Prävention von Herz-Krankheiten und wie man die Risiken minimiert“, sagt Dr. Abramson, Sprecherin der Heart and Stroke Foundation. Regelmäßige Arztbesuche, abwechslungsreiche Ernährung und Sport seien gute Voraussetzungen für ein gesundes Herz-Kreislauf-System.

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