Innovation

Niedersachsen prämiert Innovationen im Gesundheitsbereich

Die Preise gingen an Projekte in den Kategorien Patientenkompetenz, Generation 60 plus und eHealth. Mit den Innovationen wird eine bessere Versorgung im Gesundheitsbereich gefördert.

Die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan hat gestern Innovationen und Projekte im Gesundheitsbereich mit dem Gesundheitspreis Niedersachsens ausgezeichnet. Einer der diesjährigen Preisträger in der Kategorie Patientenkompetenz betreut ein Projekt, das Selbsthilfegruppen und Krankenhäuser zusammenbringt. Durch das Projekt wird eine stationäre Versorgung von Kranken mithilfe von Informationen von Selbsthilfegruppen unterstützt. So soll das Potenzial der Patienten aktiviert werden und damit ihre Selbstverantwortung gestärkt werden. In der Kategorie wurde außerdem ein neues Schulungsprogramm für Patientinnen und Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom prämiert.

Der Preisträger in der Kategorie 60 plus beschäftigte sich mit ganz bestimmten Auswirkungen des demographischen Wandels in Deutschland: Im Rahmen des Projektes „Menschen mit Demenz im Krankenhaus“ wurde ein Fortbildungscurriculum für Krankenhaus-Mitarbeiter sowie eine 160-stündige Fortbildung für Demenzbeauftragte entwickelt. Derzeit sind ca. 1,3 Millionen Menschen in Deutschland von der Krankheit betroffen. Bis zum Jahr 2050 soll sich die Zahl auf voraussichtlich drei Millionen Menschen erhöhen.

Die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan fördert Innovationen im Gesundheitswesen. (Foto: Tom Figiel)

Die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan fördert Innovationen im Gesundheitswesen. (Foto: Tom Figiel)

In der dritten Preiskategorie eHealth wurde eine neue Technologie geehrt, die Geräusche von Patienten wie Husten oder Rufen einordnen kann. So können Gefahrensituationen oder Unterstützungsbedarf zuverlässig erkannt und dem Pflegepersonal direkt gemeldet werden. Dabei kann das Gerät sowohl als stationäres als auch als häusliches Notrufsystem eingesetzt werden. Entwickelt wurde das System vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT).

Bei der Preisverleihung sagte Özkan: „Innovationen in der Gesundheitslandschaft kommen Patientinnen und Patienten zugute.“ Der mit 15.000 Euro dotierte niedersächsische Gesundheitspreis wurde in diesem Jahr gemeinsam vom Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium, dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, der AOK Niedersachsen und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen ausgeschrieben.

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