Forschung

Parkinson: Forscher verhindern Absterben von Gehirnzellen

Österreichern ist es gelungen, den Grund für das Sterben der Zellen bei Parkinson zu entschlüsseln. Als sie das Protein namens PMR1 ausschalteten, verbesserten sich daraufhin die motorischen Fähigkeiten der Parkinson-Patienten.

In diesem Zusammenhang untersuchten die Forscher, unterstützt durch internationale Kollegen, ein für den Transport von Calcium verantwortliches Protein namens PMR1. Nachdem die Forscher PMR1 ausgeschaltet hatten, stellte sich eine deutliche Verbesserung der motorischen Fähigkeiten bei den Fruchtfliegen ein. Zudem waren die zuvor bereits von Parkinson angegriffenen Zellen in der Lage zu überleben. Auch der für Parkinson charakteristische Anstieg des Calciumgehalts in den Zellen blieb nach der Deaktivierung von PMR1 aus.

Bei Parkinson handelt es sich um eine neurologische Erkrankung. Mit fortlaufender Krankheitsdauer sterben immer mehr der Dopamin-produzierenden Zellen im Gehirn ab. Dopamin ist ein wichtiger Stoff zur Übertragung von Nervensignalen im Körper. Ohne Dopamin kann der Körper bestimmte Prozesse nicht mehr ausreichend steuern. Es kommt, wie im Fall von Parkinson, zu Muskelstarre, Bewegungslosigkeit, Haltungsinstabilität sowie unkontrolliertem Muskelzittern. Parkinson ist eine weit verbreitete, degenerative Erkrankung des Gehirns. Bisher galt die Krankheit als nicht heilbar. Über die Auslöser der Krankheit war kaum etwas bekannt.

Parkinson zählt zu den häufigsten neurologischen Krankheiten. Die Betroffenen leiden unter Muskelstarre, Haltungsinstabilität und unkontrolliertem Muskelzittern. (Foto: Flickr/Montage Communications)

Parkinson zählt zu den häufigsten neurologischen Krankheiten. Die Betroffenen leiden unter Muskelstarre, Haltungsinstabilität und unkontrolliertem Muskelzittern. (Foto: Flickr/Montage Communications)

Forschern der Universität Graz ist es nun im Rahmen einer Studie gelungen, als Grund für das Absterben der Dopamin-produzierenden Zellen ein bestimmtes Protein zu identifizieren und dieses auszuschalten. Das gaben die beteiligten Forscher Sabrina Brückner und Francesco Madeo durch einen im Fachmagazin Cell Death & Differentiation veröffentlichten Artikel bekannt. Bei ihren Untersuchungen an Fruchtfliegen stellten die beiden fest, dass „erkrankte Zellen sich durch einen unnatürlich hohen Calciumgehalt auszeichnen”, erklärt Mancini die ersten Erkenntnisse.

In diesem Zusammenhang untersuchten die Forscher, unterstützt durch internationale Kollegen, ein für den Transport von Calcium verantwortliches Protein namens PMR1. Nachdem die Forscher PMR1 ausgeschaltet hatten, stellte sich eine deutliche Verbesserung der motorischen Fähigkeiten bei den Fruchtfliegen ein. Zudem waren die zuvor bereits von Parkinson angegriffenen Zellen in der Lage zu überleben. Auch der für Parkinson charakteristische Anstieg des Calciumgehalts in den Zellen blieb nach der Deaktivierung von PMR1 aus.

Madeo und Büttner sehen in ihren Erkenntnissen einen wichtigen Schritt hin zu einer möglichen Therapie von Parkinson und dem Verständnis der Krankheit. Doch es sind noch weitere Maßnahmen nötig, bis es zu einem Praxiseinsatz kommen kann. Zuerst wäre es nötig, „Medikamente zu entwickeln, die PMR1 ausschalten”, so die beiden Forscher über die Perspektiven ihrer Arbeit.

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