Diagnoseverfahren

Siemens präsentiert neue Geräte für bildgebende Verfahren

Die technischen Innovationen betreffen einige der wichtigsten Untersuchungsmethoden in der heutigen Medizin. Ein neuer Computertomograph (CT) reduziert die Strahlenbelastung der Patienten, während ein Magnetresonanztomograph (MRT) und ein Ultraschallgerät bessere Bildergebnisse liefern.

Im Jahr 2011 startete Siemens seine Innovationsinitiative Agenda 2013. Das Ziel: Neue, qualitativ hochwertige und vor allem preiswerte medizinische Gerätschaften sollen entwickelt werden. Nach zwei Jahren Arbeit führte der Konzern die unter dem Namen Accessible Innovations zusammengefasste Produktpalette ein. Die drei aktuellsten Neuerungen des Sortiments wurden kürzlich auf dem jährlichen Treffen der Radiological Society of North America (RSNA) vorgestellt.
Darunter befindet sich, neben Apparaturen zur Magnetresonanztomographie (MRT) und für  Ultraschalluntersuchungen, auch ein Computertomograph (CT). Dieser ist durch seine kompakte Bauweise besonders wirtschaftlich. In nur zwei Tagen kann er auf einer Fläche von 18 Quadratmetern errichtet werden. Die Maschine eignet sich damit „sowohl für den ambulanten Bereich als auch für kleinere und mittlere Krankenhäuser, wo in der CT hauptsächlich Routineanwendungen anfallen”, wie der Konzern mitteilt. Durch seine optimierte Software ist der Tomograph zudem in der Lage, CT-Bilder auf Basis von bereits vorliegenden Daten zu rekonstruieren. Untersuchungszeiten könnten so reduziert und die Strahlenbelastung für Patienten um bis zu 60 Prozent verringert werden.

Computertomographien sind aus der heutigen Medizin nicht mehr wegzudenken. Die neueste Generation von Tomographen reduziert die Strahlendosis deutlich. (Wikimedia/Mike Leporati)

Computertomographien sind aus der heutigen Medizin nicht mehr wegzudenken. Die neueste Generation von Tomographen reduziert die Strahlendosis deutlich. (Wikimedia/Mike Leporati)

Beim zweiten Gerät, das Siemens auf der RSNA 2012 vorstellte, handelt es sich um einen Magnetresonanztomographen. Im Gegensatz zur Computertomographie tritt bei einer MRT keinerlei schädliche Ionisierung auf. Anstatt einen Patienten von allen Seiten mit Röntgenstrahlen zu durchleuchten, kommen hierbei Magnetfelder zum Einsatz. Die Felder regen bestimmte Atomkerne im Körper an, die dadurch zu schwingen beginnen. Anhand der unterschiedlichen Schwingungen wird dann ein Bild generiert. Die so erzeugten Abbildungen bleiben in ihrem Detailreichtum aber hinter denen einer Computertomographie zurück. Siemens ordnete die Spulen für die Erzeugung des Magnetfelds deshalb besonders dicht an. Mit dem Ergebnis, dass die MRT-Geräte der neuesten Generation schneller Bilder liefern und mehr Details abbilden können.
Ebenfalls ohne Strahlung kommt das auf der RSNA präsentierte Ultraschallgerät aus. Die bei einer Ultraschalluntersuchung eingesetzten Schallwellen sind völlig ungefährlich. Bei Schwangerschaften, aber auch bei der Untersuchung von Organen, der Krebsprävention und der Untersuchung von Sportverletzungen wird Ultraschall angewendet. Ein Charakteristikum eines Ultraschallbilds ist das sogenannte Speckle-Rauschen. Dieses äußert sich in einer Vielzahl von schwarzen und weißen Flecken. Das Speckle-Rauschen tritt auf, wenn sich mehrere Schallwellen überlagern. Mitunter kann es eine Diagnose erschweren. Siemens entwickelte daher ein Verfahren, das den Gewebekontrast erhöht und das Speckle-Rauschen verringert. Mit dem neuen Gerät lassen sich deshalb auch kleine Unterschiede im Gewebe erkennen.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *