Pharmazeutika

„Sprungfedern und Fallschirme“ verbessern Medikamente

Der Wirkstoff von Medikamenten wird nicht immer optimal aufgenommen. Das schwächt den Wirkungsgrad von Arzneimitteln. Mithilfe von Computermodellen soll jetzt die Interaktion der Wirkstoffe detailliert untersucht werden.

Manche Wirkstoffe in Arzneimitteln sind nur schwer wasserlöslich und können daher nicht in vollem Umfang vom Körper aufgenommen werden. Vor allem bei Tabletten ist das ein großes Problem, da die Auflösung ihrer Wirkstoffe in Wasser „Voraussetzung einer effizienten Aufnahme“ ist, erklärt Lorenz Meinel, Inhaber des Lehrstuhls für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie an der Universität Würzburg.

Lorenz Meinel vom Universitätsklinikum Würzburg entwickelt sogenannte Fallschirme und Sprungfedern für Medikamente. (Foto: uk-wuerzburg.de)

Lorenz Meinel vom Universitätsklinikum Würzburg entwickelt sogenannte Fallschirme und Sprungfedern für Medikamente. (Foto: uk-wuerzburg.de)

Die Löslichkeit solcher Wirkstoffe, auch Bioverfügbarkeit genannt, untersucht Meinel in einem Forschungsverbund mit dem Namen „Sprungfedern und Fallschirme“, zusammen mit der Vasopharm GmbH in Würzburg und der ACC GmbH Analytical Clinical Concepts in Leidersbach. Der Name des Forschungsverbunds bezieht sich auf das pharmazeutische Verhalten, das die optimierten Wirkstoffe aufweisen sollen.

Mit der Sprungfeder ist die Erhöhung der Löslichkeit gemeint, der Fallschirm bezieht sich auf den Zeitraum, in dem das geschehen soll. Der Fallschirm verhindert dabei den vorzeitigen Absturz: „Wir werden dafür mit Hilfe von Computermodellen geeignete Polymere auswählen und deren Interaktion mit den Wirkstoffen detailliert untersuchen“, erläutert Meinel.

Die Bayerische Forschungsstiftung unterstützt das Projekt mit 254.000 Euro. Die Förderung soll vor allem die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.

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