Ernährung

Nur die richtige Dosierung von Vitaminen ist wirklich gesund

Nahrungsergänzungsmittel werden immer beliebter: Die Menschen haben immer weniger Zeit für eine ausgewogene Ernährung. Vitaminpräparate sind jedoch kein adäquater Ersatz für Obst und Gemüse, deshalb sollten sie gezielt unter ärztlicher Absprache eingenommen werden.

Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) klärt auf der Internationalen Grünen Woche vom 18. bis zum 27. Januar 2013 in Berlin über die gesundheitlichen Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln auf. Der Konsum von zusätzlichen Vitaminen und Mineralstoffen steigt nicht nur bei Hochleistungssportlern an. Auch vollkommen gesunde Menschen werden über die Werbung auf den angeblichen Nutzen von Zusatzstoffen aufmerksam gemacht. Bei einer abwechslungsreichen Ernährung sind diese jedoch meist überflüssig.

Aber nicht nur das: „Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann auch Risiken für die Gesundheit bergen“, sagt der Präsident des BfR Andreas Hensel. Vitaminpräparate sind kein adäquater Ersatz für Obst und Gemüse. Es ist vielmehr das Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe einer ausgewogenen Ernährung, das wirklich gesund macht. Da können isolierte Vitamine in Tablettenform nicht mithalten.

Hochleistungssportler brauchen mehr Nährstoffe und müssen sich gezielter ernähren. (Foto: wikimedia/Dodo)

Hochleistungssportler brauchen mehr Nährstoffe und müssen sich gezielter ernähren. (Foto: wikimedia/Dodo)

Vitamintabletten können nicht vor Bluthochdruck und Herzkrankheiten schützen. Der hohe Verzehr von Obst und Gemüse jedoch schon. Mittlerweile wird sogar davon ausgegangen, dass es sogar eine präventive Wirkung auf Krebskrankheiten hat. Experten empfehlen einem Bericht des Focus zufolge die Einnahme von fünf kleinen Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Dies deckt den Bedarf an Vitaminen optimal.

In bestimmten Fällen kann allerdings auch eine gezielte Zugabe einzelner Nährstoffen sinnvoll sein, wie zum Beispiel Folsäure insbesondere zu Beginn einer Schwangerschaft. Jeder Mensch ist jedoch unterschiedlich. Die Ernährung kann infolge von Krankheiten eingeschränkt sein. Unverträglichkeiten wie Laktose-Intoleranz können den Konsum von Milchprodukten verhindern, was einen Kalziummangel hervorrufen kann.

Leistungssportler haben einen erhöhten Kalorien- und Nährstoffbedarf. Die richtige Ernährung ist oft entscheidend, wenn es darum geht, seine sportlichen Ziele zu erreichen. Dabei brauchen Ausdauersportler wiederum andere Nährstoffe als Kraftsportler. Die Feinheiten sind zahlreich.

Menschen, die im Winter selten Sonnenlicht bekommen, könnten an einem Vitamin-D Mangel leiden. Die Zugabe von entsprechenden Präparaten kann hier hilfreich sein. Die Menge der Zusatzstoffe sollte aber auf jeden Fall mit dem Arzt abgesprochen werden.

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