Unternehmen

Auslandsreisen für Gesundheitsakteure

Eine neue Wirtschaftsinitiative soll Produkten deutscher Medizintechnik bessere Absatzchancen im Ausland garantieren. Vor allem in Ländern wie China, Russland und Saudi-Arabien hat Medizintechnik aus Deutschland großes Potenzial als Exportschlager.

Pharmaunternehmen und Gesundheitsdienstleistern soll der Schritt ins Ausland mittels vom Staat geförderter Unternehmerreisen erleichtert werden. Auf diese Weise wollen Wirtschaftsminister Rösler und Gesundheitsminister Bahr den Export von Medizintechnik aus Deutschland ins Ausland stärken.

Zudem soll das Projekt mit dem Namen „Exportinitiative Gesundheitswirtschaft“ Firmenverzeichnisse von potenziellen Abnehmern im Ausland erstellen. Diese könnten den heimischen Zulieferer-Firmen von Medizintechnik zur Verfügung gestellt werden. Somit würden sich Unternehmen leichter Absatzmärkte im Ausland erschließen können. Medizintechnik aus Deutschland hat großes Potenzial als Exportschlager, vor allem in Länder wie China, Russland und Saudi-Arabien.

Das Wirtschaftsministerium will Medizintechnologie und Pharma-Produkte zum Exportschlager machen. (Foto: Deutscher Bundestag/Thomas Trutschel)

Das Wirtschaftsministerium will Medizintechnologie und Pharma-Produkte zum Exportschlager machen. (Foto: Deutscher Bundestag/Thomas Trutschel)

In Großbritannien und den Niederlanden gebe es hingegen große Chancen für den deutschen Pharma-Markt, erfolgreich Produkte zu platzieren, so die Minister. Auch die privaten Gesundheitsdienstleister, wie Anbieter von frei verkäuflichen Arzneimitteln, aber auch der Gesundheitstourismus sowie die Wellness- und Fitnessbranche, sollen von der gesundheitswirtschaftlichen Initiative profitieren können.

„Diese genaue Ausrichtung an den Bedürfnissen der Firmen hilft besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen“, sagte Jennifer Goldenstede, Bereichsleiterin Exportwirtschaft des Industrieverbandes SPECTARIS. Gefördert wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Im vergangenen Jahr wurden bereits gezielte Kampagnen in den Zukunftsmärkten in Australien, Brasilien, Mexiko und Argentinien gestartet.

Es kommen aber auch gezielt ausländische Vertriebsgesellschaften auf die Angebote aus Deutschland zurück. Daher hat die Initiative ein Unternehmensverzeichnis der biotechnologischen Auftragsforschung in Deutschland erstellt, in dem potenzielle Kunden schneller die von ihnen gesuchten Produkte und Forschungsdienstleistungen finden können.

Das größte Potenzial kann sich jedoch in Saudi-Arabien entfalten. Die Golfregion bietet deutschen Unternehmen mit dem Bau von Gesundheitszentren, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gute Geschäftschancen.

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