Entwicklungshilfe

Bill Gates kämpft mit Bundesregierung gegen den Hunger

Eine gemeinsame Initiative der Gates-Stiftung und der Bundesregierung investiert Millionen in den Kampf gegen Hunger. Vor allem soll die Qualität von Reis und Kartoffeln gefördert sowie die Ausbildung der Reisbauern verbessert werden.

Naturkatastrophen und Dürreperioden haben im letzten Jahr in den ärmsten Ländern erneut die Ernährung von Millionen Menschen gefährdet. Insgesamt werden von der Bundesregierung, der Bill & Melinda Gates Stiftung und von der internationalen Wirtschaft etwa 80 Millionen Euro bereitgestellt, um die Ernährungssituation in den Entwicklungsländern zu verbessern.

Ernährungssicherheit sei eine Herkulesaufgabe, sagte Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP). Sie sei allein nicht zu bewältigen. Das Bundesentwicklungsministerium und die Gates-Stiftung geben jeweils 20 Millionen Euro, die internationale Wirtschaft beteiligt sich mit 40 Millionen Euro an dem Projekt, das in Schwellen- und Entwicklungsländern den Aufbau und die Produktivität der Landwirtschaft und des Ernährungssektors fördern soll.

Auch auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos am vergangenen Wochenende warb Bill Gates für eine bessere Entwicklungspolitik. (Foto: Flickr/World Economic Forum)

Auch auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos am vergangenen Wochenende warb Bill Gates für eine bessere Entwicklungspolitik. (Foto: Flickr/World Economic Forum)

Auf einer Pressekonferenz in Berlin am Dienstag würdigte Bill Gates das Engagement Deutschlands für die Entwicklungshilfe. Deutschland will bis zum Jahr 2016 eine Milliarde Euro für die Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose aufbringen. Gates ermahnte im gleichen Atemzug die europäischen Staaten, sie sollten trotz Sparzwang und Eurokrise weiterhin ausreichende Mittel für die Entwicklungshilfe bereitstellen.

Vor allem die Qualität von Reis und Kartoffeln soll gefördert werden. Die Asian German Better Rice Initiative will in Ländern wie Indonesien, Vietnam, Thailand und den Philippinen die Produktion von Reis unterstützen, aber auch die Qualität des Getreides und die Ausbildung der Reisbauern verbessern, berichtet das Ärzteblatt.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Erhöhung des Nährwertes der Nahrungsmittel. Durch die Bereitstellung von Düngemitteln, Saatgut und Pflanzenschutzmitteln sowie durch eine verbesserte Expertise der Bauern kann der Vitamingehalt der Nahrungsmittel erhöht werden.

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