Analyse

Griechenland: Ärzte verlassen in Scharen das Land

Innerhalb der letzten drei Jahre verließen 4.000 Ärzte Griechenland, um im Ausland besser zu verdienen und höhere Karrierechancen zu erhalten. Als Auswanderungsziel seien vor allem die nordeuropäischen Staaten und die Vereinigten Arabischen Emiraten heiß begehrt.

Einer Studie der Medizinischen Vereinigung Athens (ISA) zufolge haben bereits 4.000 Ärzte Griechenland innerhalb der letzten drei Jahre verlassen. Die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung ist in Gefahr, sollte sich dieser Trend noch lange fortsetzen. Die Ärzte seien auf der Suche nach besseren Verdienstmöglichkeiten und Karrierechancen, berichtet das Online-Magazin Greek Reporter.

Seit dem Jahr 2007 fliehen immer mehr Mediziner aus Griechenland. Vor allem die Weiterbildungs-  und Jobmöglichkeiten in den nordeuropäischen Staaten oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind heiß begehrt. Über 60 Prozent der ausgewanderten Ärzte sind hochqualifiziert, ihnen blieb fast keine andere Wahl, als das Land zu verlassen, da der Nationale Gesundheitsdienst (ESY) in Griechenland seine Mediziner nicht mehr beschäftigen oder angemessen bezahlen kann.

Die Zahl der Auswanderungen steigt jedes Jahr kontinuierlich an: Im Jahr 2010 waren es noch 835 Mediziner, die ihr Glück im Ausland versuchten. Ein Jahr später folgten 1.280 dem Beispiel ihrer Kollegen. Im vergangenen Jahr 2012 zählte die ISA 1.808 Ärzte unter den Auswanderern.

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