Wirkstoff AKTUELL Dabigatranetexilat bei nicht valvulärem Vorhofflimmern

Gemäß internationalen Leitlinien zählen Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon zum Standard in der Prophylaxe bei Vorhofflimmern und hohem thromboembolischen Risiko. Bei nicht valvulärem Vorhofflimmern und hohem Schlaganfallrisiko kann Dabigatran…

Gemäß internationalen Leitlinien zählen Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon zum Standard in der Prophylaxe bei Vorhofflimmern und hohem thromboembolischen Risiko. Bei nicht valvulärem Vorhofflimmern und hohem Schlaganfallrisiko kann Dabigatranetexilat für bestimmte Patienten eine Alternative sein. Vorsicht ist allerdings geboten bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko, da für Dabigatranetexilat kein Antidot zur Verfügung steht, bei schweren Blutungen oder dringlicher Operation kann die Wirkung von Dabigatranetexilat nicht gezielt aufgehoben werden. Vor Beginn einer Behandlung mit Dabigatranetexilat sollte immer eine Bestimmung der Kreatinin-Clearance (CrCl) durchgeführt werden, da bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Überdosierungen mit letalen Blutungen auftreten können. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (CrCl < 30 ml/min) ist Dabigatranetexilat kontraindiziert. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Thrombozytenaggregationshemmern wie z. B. Acetylsalicylsäure oder Clopidogrel kommt es zu einer erheblichen Steigerung des Blutungsrisikos.

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