Neue Arzneimittel 2013-03: Eliquis® (Apixaban)

Gemäß internationalen Leitlinien zählen Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon zum Standard in der Prophylaxe bei Vorhofflimmern und thromboembolischem Risiko. Bei nicht valvulärem Vorhofflimmern und hohem Schlaganfallrisiko kann Apixaban in best…

Gemäß internationalen Leitlinien zählen Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon zum Standard in der Prophylaxe bei Vorhofflimmern und thromboembolischem Risiko. Bei nicht valvulärem Vorhofflimmern und hohem Schlaganfallrisiko kann Apixaban in bestimmten Situationen eine Alternative sein. Dazu gehören schwierige INR-Einstellung unter Vitamin-K-Antagonisten, hohes Risiko für hämorrhagische Insulte oder intrazerebrale Blutungen sowie Unverträglichkeit, Kontraindikationen oder Interaktionen von Vitamin-K-Antagonisten mit zwingend erforderlichen anderen Arzneimitteln. Vorsicht ist allerdings geboten bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko, da für Apixaban kein spezifisches Antidot zur Verfügung steht; bei schweren Blutungen oder dringlicher Operation kann die Wirkung von Apixaban nicht gezielt aufgehoben werden. Bei Anwendung gleichzeitig mit Thrombozytenaggregationshemmern wie z. B. Acetylsalicylsäure (ASS) oder Clopidogrel kommt es zu einer erheblichen Steigerung des Blutungsrisikos. Eine Kontrolle der antikoagulatorischen Wirkung von Apixaban ist mit den Routinegerinnungstests nicht verlässlich möglich, wird aber andererseits für nicht erforderlich gehalten. In Einzelfällen kann eine Überprüfung der Apixabanwirkung erforderlich sein, z. B. bei Fehldosierungen oder Notfalloperationen oder abhängig von der Klinik und der Begleitmedikation. Geeignet dazu ist die Bestimmung der Anti-Faktor-Xa-Aktivität. Der Leitfaden des Herstellers für Ärzte (angeordnetes Schulungsmaterial der EMA) ist zu beachten.

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