Ernährung

Experten empfehlen, regelmäßig fetten Fisch zu essen

Omega-3-Fettsäuren können die Risiken für Erkrankungen des Gehirns und des Herzkreislaufs senken. Besonders wirksam sind die Omega-3-Fettsäuren aus Kaltwasserfisch, wie zum Beispiel Lachs.

Immer mehr wissenschaftliche Hinweise deuten darauf hin, dass Nährstoffdefizite – wie ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren – das Gehirn schädigen und für viele Störungen der geistigen Gesundheit verantwortlich sind. Die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren kann das Risiko solcher Erkrankungen senken. Die beiden wichtigsten Fettsäuren, die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA), dämmen entzündliche Prozesse im Körper ein und können so chronische Erkrankungen lindern.

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essenziellen Fettsäuren – den wichtigsten Bausteinen der menschlichen Gesundheit. Sie sind lebenswichtig, um gesund zu bleiben, ähnlich wie bestimmte Vitamine oder Mineralstoffe. Doch der Körper kann diese Fettsäuren nicht selbst bilden. Daher müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden, entweder über natürliche Lebensmittel oder über Nahrungsergänzungsmittel wie Fischölkapseln.

Die in Fischölkapseln enthaltenen Omega-3-Fette können Herzerkrankungen vorbeugen. (Foto: Flickr/Stephen Cummings)

Die in Fischölkapseln enthaltenen Omega-3-Fette können Herzerkrankungen vorbeugen. (Foto: Flickr/Stephen Cummings)

Forscher des Zentrums für Alzheimer-Erkrankungen und Gedächtnisstörungen des Rhode-Island-Krankenhauses in den USA fanden heraus, dass Nahrungsergänzungsmittel mit DHA wichtige chemische Prozesse und Strukturen im Gehirn verändern. Außerdem können sie einer Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit und ungewöhnlicher Gehirnalterung entgegenwirken.

In einer anderen Studie, veröffentlicht im Journal of Lipid Research, präsentierten Forscher der Oregon State University in den USA Ergebnisse, die beweisen, wie wichtig Omega-3-Fette für die Gesundheit sind. Bei der Studie zeigte sich, dass Omega-3-Fettsäuren aus Fisch oder aus Nahrungsergänzungsmitteln zur Prävention von Herzerkrankungen und anderen Krankheiten beitragen.

Die Autoren zitierten auch Studien, die Anfang der 1970-er Jahre mit Inuit in Grönland durchgeführt wurden. Die Inuit dort aßen sehr viel Fisch und litten ungewöhnlich selten an Herzkreislauferkrankungen. Omega-3-Fettsäuren sind aber nicht nur für das Herz von Bedeutung, sondern auch für ein gesundes Gehirn und für ein gutes Funktionieren von Augen, Gelenken und dem Immunsystem.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Omega-3-Fettsäuren aus pflanzlichen Quellen weniger wirksam sind als die aus Kaltwasserfisch wie zum Beispiel Lachs. Zwar ist der der Anteil von Omega-3-Fettsäuren etwa in Leinöl oder Walnüssen sehr hoch, der Körper kann aber die Nährstoffe aus Fisch besser verarbeiten. Die wichtigsten Omega-3-Fettsäuren kommen vor allem in Lachs und Sardellen vor.

Ernährungsexperten raten dazu, zwei- bis dreimal in der Woche fetten Fisch zu essen oder Fischöl als Ergänzungsmittel einzunehmen, um die Risiken einer Herzkreislauferkrankung zu verringern.

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