Anwendung und Akzeptanz der präventiven Behandlung bei Kindern mit Kontakt zu Tuberkulose-Erkrankten

Das Erkrankungsrisiko von Menschen, die sich mit dem Erreger der Tuberkulose infiziert haben, lässt sich durch eine möglichst frühzeitige präventive medikamentöse Behandlung deutlich verringern. Bei besonders empfänglichen Personen mit hohem Erkr…

Das Erkrankungsrisiko von Menschen, die sich mit dem Erreger der Tuberkulose infiziert haben, lässt sich durch eine möglichst frühzeitige präventive medikamentöse Behandlung deutlich verringern. Bei besonders empfänglichen Personen mit hohem Erkrankungsrisiko (kleine Kinder, Immunsupprimierte) wird die präventive Behandlung auch dann empfohlen, wenn die Infektion noch nicht nachgewiesen werden kann bzw. die Testergebnisse noch nicht vorliegen. Um besser einschätzen zu können, inwieweit diese Empfehlungen auch umgesetzt werden, hat das Niedersächsische Landesgesundheitsamt Gesundheitsämter befragt, die zwischen 2007 und 2012 mindestens ein Kind unter 5 Jahren im auf eine latente Tuberkulose untersuchen ließen, ob eine präventive Behandlung durchgeführt wurde oder aus welchen Gründen diese nicht erfolgte. Die Ergebnisse werden im Epidemiologischen Bulletin 12/2013 vorgestellt. In einem begleitenden Kommentar weist das RKI darauf hin, dass in der besonders gefährdeten Gruppe der Kinder unter 5 Jahren die Möglichkeiten der Prävention einer aktiven Tuberkulose besser genutzt werden müssen, um eine spätere, möglicherweise schwere Erkrankung zu verhindern.

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