Studie

Ernährung: Fleischprodukte auf dem Prüfstand

Durch Salzen, Pökeln oder Räuchern entstehen krebserregende Stoffe. Daher sollte man seinen Fleischkonsum einschränken. Wer täglich mehr als 40 Gramm Fleisch isst, stirbt eher als diejenigen, die weniger als 20 Gramm essen.

Der Konsum von Fleischprodukten, wie Wurstwaren, Salami oder Schinken, erhöht das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder an Krebs zu sterben. Denn durch Salzen, Pökeln oder Räuchern entstehen krebserregende Stoffe wie Nitrosamine. Zudem enthalten verarbeitete Fleischprodukte viel Cholesterin und gesättigte Fette. Auch diese steigern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Rund drei Prozent aller frühzeitigen Todesfälle sind schätzungsweise auf den hohen Konsum von Fleischprodukten zurückzuführen“, zitiert DocCheck News Sabine Rohrmann von der Universität Zürich. Zusammen mit Forschern aus zehn Ländern hat sie bei knapp 450.000 Menschen aus ganz Europa den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Sterberisiko untersucht.

Mehr als 40 Gramm Wurst pro Tag sollte man nicht essen. (Foto: Flickr/TheDeliciousLife)

Mehr als 40 Gramm Wurst pro Tag sollte man nicht essen. (Foto: Flickr/TheDeliciousLife)

Allerdings wird dieser Zusammenhang auch durch andere Faktoren beeinflusst. So treiben etwa Vegetarier mehr Sport und rauchen seltener. Dies wurde auch in der vorliegenden Studie beobachtet. Diejenigen Studienteilnehmer, die am meisten Fleisch aßen, verzehrten gleichzeitig weniger Obst und Gemüse, tranken mehr Alkohol und rauchten mehr.
Doch obwohl die Studie diese Faktoren berücksichtigt hat, ist ihr Resultat eindeutig. Menschen, die mehr als 40 Gramm Wurst oder Fleisch pro Tag essen, sterben früher als diejenigen, die weniger als 20 Gramm essen.

Trotz dieser Gefahr wirkt Fleisch auch positiv auf die Gesundheit. Denn es trägt zur Versorgung des Menschen mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen bei. „Ein mäßiger Fleischkonsum bis zu 40 Gramm pro Tag hat deshalb kein erhöhtes Sterberisiko zur Folge“, so Rohrmann.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *