Virus

Gefahr aus China: Neuartige Vogelgrippe ausgebrochen

In Shanghai wurden 20.000 Vögel notgeschlachtet. Sechs Chinesen sind bereits gestorben. Der Virus breitet sich weiter aus. Bislang wird noch in Erfahrung gebracht, wie sich die Menschen überhaupt infizieren konnten.

In China ist eine neue Form der Vogelgrippe ausgebrochen: H7N9. Bereits sechs Menschen sind an den Folgen der Grippe gestorben, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Insgesamt lag die Zahl der Infizierten bei 14. Um die Ausbreitung des Erregers einzudämmen, wurden am Freitag auf dem Huhuai-Markt in Shanghai, wo das Virus entdeckt wurde, 20.000 Vögel notgeschlachtet.

Bereits im Februar hatten sich zwei Menschen mit dem Virus infiziert. Die chinesischen Behörden hatten dies allerdings erst im März öffentlich gemacht. Die Beamten begründeten diese Verzögerung damit, dass es so lange gedauert habe, den wirklichen Grund für die Erkrankung herauszufinden.

Auf einem Markt in Shanghai wurde das neuartige Virus H7N9 entdeckt. (Foto: Flickr/abstract duck)

Auf einem Markt in Shanghai wurde das neuartige Virus H7N9 entdeckt. (Foto: Flickr/abstract duck)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Gefahr einer umfassenden Ausbreitung des Virus heruntergespielt. Sie sagte, es gebe bisher keine Beweise für eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Man müsse aber noch in Erfahrung bringen, wie sich die Menschen überhaupt infizieren konnten, zitiert die Nachrichtenagentur Xinhua die WHO.

Einige Experten fürchten, dass sich das Virus weiter ausbreiten könnte. Immerhin sei nicht nur Shanghai betroffen, sondern auch die Provinzen Zhejiang, Jiangsu und Anhui.

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