Teststudien

Pharmakonzerne testen Medikamente lieber im Ausland

Testreihen für neue Medikamente finden häufig außerhalb von Europa und Nordamerika statt. Dort sind die Kosten geringer. In Zukunft soll über die Orte der klinischen Studien besser informiert werden.

Nach Angaben der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich die Zahl der Testreihen und Proben für neue Medikamente in Europa und den USA seit 2005 deutlich reduziert. Fanden damals noch 37 Prozent der Studien innerhalb der Grenzen Europas statt, so waren es 2011 nur noch 31,2 Prozent. In den USA ist die Zahl der Studien im gleichen Zeitraum von 42,8 Prozent auf 31,5 Prozent gefallen.

Seit den 70er Jahren herrschen in den USA – und später auch in Europa – strenge Regeln und Vorschriften für die Durchführung von Zulassungsstudien für neue Medikamente. Mit einem absoluten Rückgang der Studien weltweit sind die sinkenden Zahlen nicht zu erklären. Die Zahl der Patienten aus dem Nahen Osten, Asien und dem Pazifikraum hat sich von 2,0 Prozent auf 12,8 Prozent mehr als versechsfacht. Aus Afrika kommen weitere 28 Prozent.

Anzahl der Patienten in Medikamentenstudien: EU (blau), Nordamerika (rot), restliche Welt (gelb). (Grafik: EMA)

Anzahl der Patienten in Medikamentenstudien: EU (blau), Nordamerika (rot), restliche Welt (gelb). (Grafik: EMA)

Über zwei Drittel aller Testreihen finden also außerhalb Europas und den USA statt. Denn die Pharmahersteller weichen immer öfter auf Länder mit geringer Wirtschaftsleistung aus. Neben den geringen Lohnkosten und den niedrigen bürokratischen Hürden ist ein weiterer Vorteil für die Pharmaunternehmen, dass sie sich so leicht dem Fokus der Öffentlichkeit entziehen können.

Die EMA und die amerikanische Kontrollbehörde FDA haben daraufhin die Kontrollen verstärkt. Zwischen 2006 und 2011 hat sich die Zahl der Kontrollen allein durch die EMA vervierfacht. Die Informationen über die Orte, an denen klinische Studien stattfinden, sollen in Zukunft den zielgerechten Einsatz von Ressourcen und Kontrollen ermöglichen.

Außerhalb der USA und Europa wird am häufigsten in Indien, Kanada, Russland, Argentinien und China kontrolliert. Die ethischen GCP-Standards (Good Clinical Practice) für medizinische Tests gelten überall auf der Welt.

Nach Angaben der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich die Zahl der Testreihen und Proben für neue Medikamente in Europa und den USA seit 2005 deutlich reduziert. Fanden damals noch 37 Prozent der Studien innerhalb der Grenzen Europas statt, so waren es 2011 nur noch 31,2 Prozent. In den USA ist die Zahl der Studien im gleichen Zeitraum von 42,8 Prozent auf 31,5 Prozent gefallen.
Seit den 70er Jahren herrschen in den USA – und später auch in Europa – strenge Regeln und Vorschriften für die Durchführung von Zulassungsstudien für neue Medikamente. Mit einem absoluten Rückgang der Studien weltweit sind die sinkenden Zahlen nicht zu erklären. Die Zahl der Patienten aus dem Nahen Osten, Asien und dem Pazifikraum hat sich von 2,0 Prozent auf 12,8 Prozent mehr als versechsfacht. Aus Afrika kommen weitere 28 Prozent.
Über zwei Drittel aller Testreihen finden also außerhalb Europas und den USA statt. Denn die Pharmahersteller weichen immer öfter auf Länder mit geringer Wirtschaftsleistung aus. Neben den geringen Lohnkosten und den niedrigen bürokratischen Hürden ist ein weiterer Vorteil für die Pharmaunternehmen, dass sie sich so leicht dem Fokus der Öffentlichkeit entziehen können.
Die EMA und die amerikanische Kontrollbehörde FDA haben daraufhin die Kontrollen verstärkt. Zwischen 2006 und 2011 hat sich die Zahl der Kontrollen allein durch die EMA vervierfacht. Die Informationen über die Orte, an denen klinische Studien stattfinden, sollen in Zukunft den zielgerechten Einsatz von Ressourcen und Kontrollen ermöglichen.
Außerhalb der USA und Europa wird am häufigsten in Indien, Kanada, Russland, Argentinien und China kontrolliert. Die ethischen GCP-Standards (Good Clinical Practice) für medizinische Tests gelten überall auf der Welt.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *