76. Genehmigung nach dem Stammzellgesetz

Gegenstand des ersten Teilprojektes der genehmigten Forschungsarbeiten unter Verwendung von hES-Zellen ist die Etablierung von effizienten Vorgehensweisen für die Gewinnung von funktionellen Beta-Zellen aus humanen embryonalen Stammzellen (hES-Zellen)…

Gegenstand des ersten Teilprojektes der genehmigten Forschungsarbeiten unter Verwendung von hES-Zellen ist die Etablierung von effizienten Vorgehensweisen für die Gewinnung von funktionellen Beta-Zellen aus humanen embryonalen Stammzellen (hES-Zellen) mit dem Ziel, ausreichende Mengen dieser Zellen reproduzierbar und in hoher Qualität aus verschiedenen hES-Zell-Linien gewinnen zu können. Dazu sollen zunächst hES-Zellen genetisch so modifiziert werden, dass die Aktivität von für die entodermale Differenzierung wesentlichen Transkriptionsfaktoren über Reportergenaktivitäten angezeigt werden kann. Durch den Transfer eines weiteren Reportergens sollen dann hES-Zell-Linien erzeugt werden, in denen die Proliferationsaktivität der Zellen über eine weitere Reportergenaktivität verfolgt werden kann. Mittels dieser (transgenen) hES-Zellen sollen dann zum einen durch ein Screening von Bibliotheken niedermolekularer Substanzen Moleküle identifiziert werden, die die entodermale Differenzierung humaner ES-Zellen auslösen bzw. verstärken können. Zum anderen sollen proliferationskompetente Subpopulationen entodermaler Vorläuferzellen identifiziert und charakterisiert werden, die als Ausgangsmaterial für die Herstellung insulinproduzierender, Beta-Zell-ähnlicher Zellen dienen können. Die aus hES-Zellen gewonnenen Beta-Zellen sowie ihre Vorläufer sollen umfassend bezüglich ihrer molekularen und funktionellen Eigenschaften in vitro und im Tiermodell charakterisiert werden. Die an hES-Zellen gewonnenen Resultate sollen dann auf humane induzierte pluripotente Stammzellen (hiPS-Zellen) übertragen werden. In einem zweiten Teilprojekt sollen hES-Zellen zu Vergleichszwecken für die Charakterisierung des entodermalen und pankreatischen Differenzierungspotentials von hiPS-Zellen dienen, die aus Patienten mit Mutationen in den sog. MODY (Maturity Onset Diabetes of the Young)-Genen gewonnen werden.

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