Gesundheit

Ärzte gehen mit gutem Beispiel voran

Forscher aus Vancouver fanden heraus: Je gesünder der Hausarzt, desto gesünder sind auch die Patienten. Ob ein Arzt gegen bestimmte Krankheiten geimpft war oder nicht, wirkte sich auch auf die Häufigkeit von Impfungen ihrer Patienten aus.

In einer Studie untersuchten Forscher aus Vancouver und Tel Aviv den Zusammenhang zwischen den Vorsorgemaßnahmen der Ärzte und denen der Patienten untersucht. Das Ergebnis zeigt: Je gesünder der Arzt, desto gesünder sind auch seine Patienten. Untersucht wurden die Präventions-Maßnahmen bei 1.488 Ärzten und bei ihren 1,9Millionen Patienten.

Die Daten der größten Krankenversicherung in Israel wurden dabei zu Hilfe genommen. Die Ergebnisse aus Mammografie, Hämokkult oder Koloskopie, Bestimmung von LDL und Blutdruckmessung sowie Impfungen sollten dabei Auskunft über den Zustand der Menschen geben. Das Alter der Ärzte betrug 32 bis 66 Jahre. Etwa acht Prozent gaben an, dass sie rauchen und der durchschnittliche Body-Mass-Index (BMI) betrug 27.

Das Präventionsverhalten der Ärzte hat einen direkten Einfluss auf das ihrer Patienten. (Foto: Flickr/TipsTimes)

Das Präventionsverhalten der Ärzte hat einen direkten Einfluss auf das ihrer Patienten. (Foto: Flickr/TipsTimes)

Das Ergebnis: Patienten nahmen an den Präventionsmaßnahmen deutlich häufiger teil, wenn ihr Arzt diese ebenfalls befolgten, berichtet die Ärztezeitung. Besonders deutlich waren die Erkenntnisse bei der Grippe-Impfung: 49,1 Prozent der Patienten hatten diese von Ärzten erhalten, die ebenso geimpft waren. Nur 43,2 Prozent haben den Impfstoff von nicht geimpften Ärzten bekommen.

Ob ein Arzt gegen Influenza geimpft war oder nicht, wirkte sich auch auf die Häufigkeit von Pneumokokken-Impfungen ihren Patienten aus. Bei Ärztinnen, die eine Mammografie in Anspruch nahmen, folgten 69,5 Prozent der Patienten diesem Beispiel ebenso. Dagegen nahmen nur 66,7 Prozent der Patienten den Test in Anspruch, wenn ihre Ärztin keine Mammografie an sich selbst hat durchführen lassen.

„Wir sollten das Präventionsverhalten von Ärzten verbessern, weil auch die Gesundheit der Patienten davon erheblich profitieren würde“, sagte Erica Frank, Autorin der Studie von der Universität in Vancouver.

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