Innovation

Die Pollen-App: Allergie-Analyse mit dem Smartphone

Eine neue App soll Allergiker präzise auf ihre individuelle Pollensaison einstellen. Auch der Arzt wird einbezogen, per E-Mail kann er mit dem Patienten in Kontakt bleiben.

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst in Berlin (PID) hat eine neue Anwendung für Smartphones entwickelt, die Allergiker mehr Informationen über Pollenflüge in der Umgebung liefern soll. Zugeschnitten auf das eigene Krankheitsbild und den Aufenthaltsort der Person sollen die Daten der App eine genaue Prognose über die Auswirkung des Pollenfluges liefern können.

In der App ist ein Pollentagebuch integriert, welches die persönliche Pollenbelastung pro Tag voraussagt. Dazu muss der Nutzer seine Symptome an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen in die App eingeben.

Wer auf Gräser allergisch reagiert, sollte dies regelmäßig und genau in seinem Pollentagebuch dokumentieren. (Foto: Flickr/daniel.bryan)

Wer auf Gräser allergisch reagiert, sollte dies regelmäßig und genau in seinem Pollentagebuch dokumentieren. (Foto: Flickr/daniel.bryan)

Angaben zu verschiedenen Beschwerdegraden von Augen, Nase und Bronchien sind möglich. Der Nutzer könne so seine Medikation neu einstellen, seine Reaktion besser einschätzen und somit beschwerdefreier durch die Pollensaison kommen.

Der PID „misst in Deutschland seit 30 Jahren an rund 45 Orten die Art und Menge der in der Luft fliegenden Pollen, die bei ca. 18 Millionen Deutschen zu Heuschnupfen, Pollenasthma und dem Oralen Allergie-Syndrom (Unverträglichkeit von Obst und Gemüse) führen“, heißt es auf der Seite des PID. Diese Messungen sind die Grundlage für die Pollenflugvorhersage. „Der Deutsche Wetterdienst (DWD, Partner des PID) erstellt und veröffentlicht die Prognosen.“

Über 33.000 Heuschnupfen-Allergiker in ganz Europa nutzen bereits das elektronische Pollentagebuch, das an der Medizinischen Universität Wien gemeinsam mit der Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation entwickelt wurde. Denn „wer seine Allergie kennt, leidet weniger unter ihr“.

Zusätzliche Funktionen sollen auch den behandelnden Arzt bei seiner Arbeit unterstützen. Personalisierte Diagramme können per E-Mail verschickt werden. Darin werden Pollenflug und Beschwerden des Patienten miteinander verglichen. Das gibt Aufschluss darüber, ob der Pollentyp tatsächlich für die Symptome verantwortlich und ob die Therapie erfolgreich ist.

Die App ist kostenlos und steht sowohl Android- als auch iPhone-Nutzern zur Verfügung. Wer trotz App seine Allergie nicht in den Griff bekommt, muss einen Arzt aufsuchen. „Eine langfristig wirksame Behandlung, die an den Ursachen der Allergie ansetzt, ist die Hyposensibilisierung in Form von Spritzen, Tabletten oder Tropfen“, so die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst.

Kommentare

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    • Nicht der einzige Artikel der den Namen vergisst. Die App heißt „Pollen“.
      Hat aber Schwächen, so kann man keine Kopfschmerzen auswählen und muss sie täglich ausfüllen um richtige Ergebniss zu erhalten. Detaillierte übersichtliche Auswertungen gibt es auch nicht. Wie alle bisher von mir getesteten Allergie-Apps.