Ernährung

Lebensmittel: UN empfiehlt Verzehr von Insekten

Die UN-Lebensmittelbehörde FAO hat die Menschen aufgerufen, ihren Hunger durch den Verzehr von Insekten zu stillen. Wespen, Käfer und Co. fliegen ungenutzt durch die Gegend, dabei beinhalten sie wertvolle Mineralien, Eiweise und Fett.

Weil der Lebensmittelmarkt von Spekulanten zerstört und von Großkonzernen wie Monsanto dominiert wird, ist die Welternährungsbehörde FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) auf eine kreative Lösung für den Hunger in der Welt gekommen: Brot, Eier, Obst, Gemüse – das sind Auslaufmodelle.

Die Zukunft gehört den neuen Delikatessen – den Insekten. Die FAO empfiehlt nämlich, das Problem des Hungers in der Welt dadurch zu beenden, dass der menschliche Speiseplan um eine neue, „bislang ungenutzte“ Form der Ernährung erweitert werden solle.

„Hans-Hubert, aufstehen! Frühstück ist fertig!“ (Fotos: Flickr/versageek; kidmissile; zaveqna)

„Hans-Hubert, aufstehen! Frühstück ist fertig!“ (Fotos: Flickr/versageek; kidmissile; zaveqna)

Esst Insekten, wenn Ihr Hunger habt! So ruft die FAO den Konsumenten aus aller Welt in ihrem neuen Bericht zu. Das Konzept stammt von Menschen, die es wissen müssen: Professoren aus Princeton, Harvard und vom MIT haben sich die Welt aus ihren Forschungslaboratorien heraus einmal näher angesehen und sind zu dem Schluss gekommen, dass das Hungerproblem mit dem Verzehr von Insekten mit einem Schlag gelöst werden könne.

Wespen, Käfer und andere Insekten fliegen nach Ansicht der UN-Lebensmittelbehörde ungenutzt durch die Gegend und sollten aber als das Nahrungsmittel der Zukunft betrachtet werden. Dazu empfiehlt der Bericht den Aufbau von Insekten-Farmen: „Insekten gibt es überall und sie vermehren sich rasch. Sie haben hohe Wachstumsraten, sind gute Futterverwerter und schaden der Umwelt nicht.“

Die Insekten enthielten, so die Forscher, wertvolle Proteine, Mineralien und Fett. Sie seien das ideale Lebensmittel speziell für unterernährte Kinder. Ein weiterer Vorteil: Insekten müssten nicht gefüttert werden. Das heißt, sie fliegen den Menschen geradezu in den Mund, ohne dass der Mensch dafür etwas tun müsste.

Allerdings ist der Behörde bewusst, dass es bei dem einen oder anderen menschlichen Erdenbürger noch gewisse Vorbehalte gegen die Wespe zum Frühstück, die Mücke zur Brotzeit oder den gebratenen Regenwurm zum Mittagessen geben könnte.

Daher schlägt die FAO vor, den „Status der Insekten anzuheben“. Insekten sollten dazu in Kochrezepte aufgenommen werden und sich künftig auch auf den Speisekarten von Restaurants wiederfinden.

Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Ernährungssituation weltweit verschärft, weil bürokratische Strukturen, geldgierige Konzerne und die Zerstörung der landwirtschaftlichen Flächen durch Monokulturen das bisherige Ernährungssystem nachhaltig gefährden.

Die Zentralplaner verweisen darauf, dass Insekten im Wald leben. Wälder gäbe es weltweit genug. In Südafrika seien gewisse Kriechtiere gesuchte Delikatessen.

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