Analyse

Jugendliche Migranten erkranken häufiger an Diabetes

Bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund tritt Diabetes Typ II besonders häufig auf. Der Anteil an erfassten Erkrankten beläuft sich hier auf 40 Prozent. Das ist doppelt so viel wie in der Gesamtbevölkerung.

Bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund tritt Diabetes Typ II besonders häufig auf. Der Anteil an erfassten Erkrankten beläuft sich hier auf 40 Prozent. Das ist doppelt so viel wie in der Gesamtbevölkerung.

Nach Angaben einer aktuellen Studie sind in Deutschland Kinder mit türkischer, osteuropäischer oder russischer Abstammung überdurchschnittlich betroffen, so Wendy Awa, Verfasserin der Studie und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Epidemiologie und medizinische Biometrie an der Universität Ulm. Als Grund für die hohe Diabetes-Rate vermutet sie vor allem „sozioökonomische Gründe“.

Deutschland sei damit keine Ausnahme, so Awa. Das Ergebnis der Studie decke sich mit Studien in anderen Ländern. So zeige sich auch in den USA dieselbe ungleiche Verteilung. Hier seien vor allem Indigene, Afroamerikaner, Lateinamerikaner und Asiaten betroffen.

Die Studie weist außerdem auf eine familiäre Veranlagung hin. In 80 Prozent der Fälle seien Eltern oder Großeltern ebenfalls von Diabetes Typ II betroffen. Insbesondere sei eine „gewisse Vorprägung durch die Mutter“ auffällig, so Awa. Auch bestätigte die Studie erneut, dass die Erkrankten meist übergewichtig oder adipös sind.

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