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Übernahme: Valeant kauft Bausch & Lomb für 8,7 Milliarden Dollar

Mit der Übernahme von Bausch & Lomb wird Valeant zu einem der größten Konzerne für Dermatologie und Augenheilkunde. Für das laufende Jahr rechnet der neue Konzern mit Einnahmen von mehr als 3,5 Milliarden Dollar.

Der Pharmakonzern Valeant hat seine bisher größte Übernahme gestartet. Er will 8,7 Milliarden Dollar (6,7 Milliarden Euro) für Bausch & Lomb zahlen, ein auf Augenheilkunde spezialisiertes Unternehmen. Durch den Deal entsteht ein Konzern mit geschätzten Einnahmen von mehr als 3,5 Milliarden Dollar für das laufende Jahr.

Es ist die bisher größte von circa 60 Übernahmen, seit Michael Pearson vor fünf Jahren den Chefposten bei Valeant antrat. Die Übernahme von Bausch & Lomb mache sein Unternehmen zu einem weltweit führenden Unternehmen sowohl in der Dermatologie als auch in der Augenheilkunde, so Pearson.

Die Übernahme von Bausch & Lomb finanziert Valeant durch Schulden und eine Kapitalerhöhung. (Foto: Flickr/Ted Sakshaug)

Die Übernahme von Bausch & Lomb finanziert Valeant durch Schulden und eine Kapitalerhöhung. (Foto: Flickr/Ted Sakshaug)

Der Aktienpreis schoss nach Bekanntwerden des Deals in die Höhe. Valeant sagte, dass die Transaktion über Schulden und eine Kapitalerhöhung im Umfang von 1,5 bis 2 Milliarden Dollar finanziert werde. Damit wären die Schulden der Valeant-Gruppe 4,6-mal so hoch wie die Einnahmen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Valeant wird die ausstehenden Schulden von Bausch & Lomb in Höhe von 4,2 Milliarden Dollar bezahlen. Mit den übrigen 4,5 Milliarden Euro sollen die Aktionäre abgefunden werden. Goldman Sachs stellte für Valeant die Schuldenfinanzierung der Übernahme sicher. Zudem beriet die Investmentbank zusammen mit JPMorgan das aufgekaufte Unternehmen Bausch & Lomb.

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