Analyse

Gesundheitsregionen bieten große Chancen für kleine Firmen

Kleine Unternehmen haben die Chance, durch wachstumsfördernde Innovationen zur Entstehung von Gesundheitsregionen in Deutschland beizutragen. Positive Effekte sind ein erhöhter Informationsaustausch sowie ein höherer Grad der Spezialisierung aufgrund von Standortvorteilen.

Der Gesundheitssektor ist nicht länger nur Kostenfaktor, der Wirtschaft und Arbeit belastet. In der Branche vollzieht sich ein Perspektivenwechsel. Kleine Unternehmen haben die Chance, durch wachstumsfördernde Innovationen zu der Entstehung von Gesundheitsregionen in Deutschland beizutragen. Zur organisatorischen Struktur solcher Regionen gehört ein Verbund der Kliniken und Pflegeeinrichtungen, Universitäten, Kassen- und Privatärzte, Dienstleister, Apotheken und anderer Unternehmer der Branche. Sie können durch Kooperation und Spezialisierung ein hohes Maß an Effektivität und Effizienz erreichen.

Die einzelnen Regionen der Gesundheitswirtschaft wollen sich zu leistungsfähigen Standorten für gesundheitsbezogene Kompetenzen und Angebote machen. Nicht nur die Versorgung und die Steigerung der Lebensqualität stehen im Vordergrund, auch überregional und international soll die Nachfrage mobilisiert werden, berichtet das Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen. Initiatoren der Gesundheitsregionen sind meist die Landkreise und Kommunen.

Positive Effekte sind ein erhöhter Informationsaustausch sowie ein höherer Grad der Spezialisierung aufgrund von Standortvorteilen. Jede Region unterscheidet sich daher von der anderen. Sie sind in ganz Deutschland auf die Bundesländer und Ballungszentren verteilt und stehen nicht in direkter Konkurrenz zueinander.

„Als Medizin- und Technologiestandort ist Deutschland international außerordentlich wettbewerbsfähig“, so der Vorsitzende des Netzwerks Josef Hilbert. Jetzt komme es darauf an, dieses Potenzial auch umzusetzen. In einer Studie fanden Marktforscher von dostal & partner heraus, dass Gesundheitsregionen für den Markt wie ein Think Tank für Unternehmen wirken.

In den bestehenden Gesundheitsregionen gibt es bereits über 6.000 teilnehmende Unternehmen. Zahlreiche weitere Unternehmen denken über eine Teilnahme nach. Das Potenzial ist vorhanden: „Gesundheitsregionen haben gerade einmal eine 50% Flächenabdeckung bundesweit“, berichtet das Info-Magazin Gesundheitswirtschaft.

„Gesundheitsregionen haben ein enormes Emanzipationspotential für die kleineren Akteure des Gesundheitswesens“, denn es gebe für sie keinen staatlichen Zwang innerhalb von zentralistischen Strukturen. Zudem können kleine Unternehmen in Nischen einbrechen und Grenzen zwischen den einzelnen Sektoren, wie zum Beispiel zwischen ambulanten und stationären Anbietern, aufbrechen. Die Schnittstellen zwischen Ärzten, Apotheken und Heilmittelanbietern zu Wellness, Fitness, Ernährung und Sport können von solchen Akteuren besetzt werden.

Die Demographie lässt die Kosten des Gesundheitswesens ansteigen. Andererseits wächst jedoch auch die Kooperation im Gesundheitsmarkt in Richtung Prävention und Gesundheitsförderung.

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