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Nestlé wird nervös: Konkurrent will Kaffee-Markt aufmischen

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé bekommt in Sachen Kaffeekapseln Konkurrenz vom US-Unternehmen Mondelez. Das Geschäft mit portionierten Kaffee bringt bisher jährliche Wachstumsraten von 20 Prozent ein.

Das Geschäft mit Kaffeekapseln boomt. Nestlé konnte im vergangenen Jahr mit den Kaffee 3,6 Milliarden Euro umsetzen. Nun drängt der US-Konkurrent Mondelez auf den Markt und kündigte am Dienstag an, in Deutschland, Österreich und der Schweiz Kaffeekapseln für das Nespresso-System platzieren zu wollen, berichtet Reuters.

Der Lebensmittel-Weltmarktführer Nestlé geht derzeit gegen Firmen wie Ethical Coffee und Denner vor, die billigere Kapseln für Nestlés Nespresso-System auf den Markt gebracht haben. Bislang ohne Erfolg.

Der Kaffeemarkt ist heiß umkämpft. Das Geschäft mit portioniertem Kaffee boomt. (Foto: Flickr/andreas hagerman)

Der Kaffeemarkt ist heiß umkämpft. Das Geschäft mit portioniertem Kaffee boomt. (Foto: Flickr/andreas hagerman)

Für Mondelez sind das gute Aussichten. „Wir erwarten ein sehr starkes Wachstum durch diese spezielle Markteinführung“, sagte Roland Weening, Marketing-Chef für Kaffee bei Mondelez. Denn das Geschäft mit portioniertem Kaffee bringt jährliche Wachstumsraten von 20 Prozent ein. Bereits 2016 könne die Sparte ein Drittel des gesamten Kaffee-Marktes ausmachen, so Weening.

Etwa zwei Drittel des Gesamtgewinns mit Kaffeekapseln werden in Europa umgesetzt. Das lockt Investoren an: Im April hatte die Milliardärsfamilie Reimann den niederländischen Kaffeepad-Hersteller D.E. Master Blenders – und damit die Marken Senseo und Pickwick – für 7,5 Milliarden Euro übernommen.

Mondelez hat sich im vergangenen Jahr vom Lebensmittelriesen Kraft abgespalten und ist derzeit hinter Nestlé die Nummer zwei im Kaffee-Geschäft. Mit seinem Kapselsystem Tassimo können auch Tee und heiße Schokolade zubereitet werden. Zu Mondelez gehören unter anderem auch die Marken Milka und Jacobs Kaffee.

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