Kultur

Gefährlicher Trend: Augapfel-Lecken bei japanischen Schülern

An einer japanischen Grundschule wurde entdeckt, dass die Schüler einander die Augäpfel lecken. Über das Internet könnte sich dies zum Trend entwickeln. Doch Ärzte warnen vor den gesundheitlichen Folgen.

Ärzte warnen vor einem gefährlichen Trend, der unter japanischen Schülern um sich greift. Beim Augapfel-Lecken berührt man den Augapfel seines Liebespartners mit der Zunge.

Wenige sprechen sich öffentlich für diese erotische Praktik aus. Doch Elektrika Energias, eine 29-jährige Studentin der Umweltwissenschaften, sagte der Huffington Post: „Mein Freund hat vor einem Jahr damit begonnen, meine Augäpfel zu lecken und ich fand es einfach toll.“ Zwar sei sie nicht mehr mit ihm zusammen, doch sie mag das Augapfel-Lecken immer noch. „Es macht mich ganz kribbelig.“

Ein gefährlicher Fetisch riskiert die Gesundheit der Augen. Ärzte fürchten, der Trend könnte um sich greifen. (Foto: Flickr/jenni from the block)

Ein gefährlicher Fetisch riskiert die Gesundheit der Augen. Ärzte fürchten, der Trend könnte um sich greifen. (Foto: Flickr/jenni from the block)

Augapfel-Lecken gibt es schon länger. Auf YouTube finden sich hunderte entsprechende Videos. Doch nun wird befürchtet, dass es unter Jugendlichen zunehmend praktiziert wird. Denn es gibt Berichte von einer japanischen Grundschule, wo infolge des Fetischs viele Schüler mit geröteten Augen auffielen.

In einer Klasse mit 12-jährigen Schülern gaben zwei Drittel an, schon einmal Augapfel-Lecken ausprobiert zu haben. Den Lehrern war der Trend aufgefallen, als eine Schülerin mit einer Augenklappe zum Unterricht erschien.

Der Augenarzt David Granet fürchtet die Folgen, wenn sich dieser Trend weiter ausbreitet. „Nichts Gutes kann sich daraus entwickeln“, sagte der Arzt. Denn auf der Zunge gebe es Kanten, und dies könne dazu führen, dass Hornhaut abgerieben werde. „Und wenn jemand seinen Mund nicht ausgewaschen hat, könnten sie Säure von Zitrusfrüchten oder Gewürze ins Auge bringen“, sagte Granet.

Zudem bestehe das Risiko, dass Lippenherpes übertragen werde, so der Augenarzt David Najafi. „Die Hornhaut ist sehr anfällig und könnte dauerhaft verletzt werden.“

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