Neue Arzneimittel 2013-10: Xarelto® (Rivaroxaban)

Die initiale therapeutische Antikoagulation mit einem niedermolekularen oder synthetischen Heparin in therapeutischer Dosierung mit nachfolgender längerfristiger Gabe eines Vitamin-K-Antagonisten (VKA) gilt als Standard in der Behandlung und Rezidivprophylaxe der TVT und LE. Bei Behandlungszeiten bis zu drei Monaten ist Rivaroxaban durch den Wegfall eines regelmäßigen Monitorings leichter handhabbar, allerdings kann die fehlende Kontrollierbarkeit des Gerinnungsstatus auch von Nachteil sein. In der Anwendung ab drei Monaten müssen die erheblich höheren Therapiekosten berücksichtigt werden. Auch bei Patienten mit schwieriger INR-Einstellung trotz guter Compliance oder bei Patienten, die für eine INR-Testung nicht geeignet sind, stellt Rivaroxaban eine Alternative dar. Insgesamt war das Auftreten von Blutungen unter Rivaroxaban etwas geringer als unter VKA. Ein Nachteil ist jedoch, dass für Rivaroxaban kein spezifisches Antidot zur Verfügung steht. Daher ist Rivaroxaban nicht per se die bessere Alternative bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko. Die Anwendung von Rivaroxaban bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance

Die initiale therapeutische Antikoagulation mit einem niedermolekularen oder synthetischen Heparin in therapeutischer Dosierung mit nachfolgender längerfristiger Gabe eines Vitamin-K-Antagonisten (VKA) gilt als Standard in der Behandlung und Rezidivprophylaxe der TVT und LE. Bei Behandlungszeiten bis zu drei Monaten ist Rivaroxaban durch den Wegfall eines regelmäßigen Monitorings leichter handhabbar, allerdings kann die fehlende Kontrollierbarkeit des Gerinnungsstatus auch von Nachteil sein. In der Anwendung ab drei Monaten müssen die erheblich höheren Therapiekosten berücksichtigt werden. Auch bei Patienten mit schwieriger INR-Einstellung trotz guter Compliance oder bei Patienten, die für eine INR-Testung nicht geeignet sind, stellt Rivaroxaban eine Alternative dar. Insgesamt war das Auftreten von Blutungen unter Rivaroxaban etwas geringer als unter VKA. Ein Nachteil ist jedoch, dass für Rivaroxaban kein spezifisches Antidot zur Verfügung steht. Daher ist Rivaroxaban nicht per se die bessere Alternative bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko. Die Anwendung von Rivaroxaban bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 15 ml/min wird nicht empfohlen. Das Blutungsrisiko wird durch die gleichzeitige Gabe von Thrombozytenfunktionshemmern, wie z. B. Acetylsalicylsäure oder Clopidogrel stark erhöht. Deshalb sollte die Indikation für die gleichzeitige Gabe von Rivaroxaban und Thrombozytenfunktionshemmern so restriktiv wie möglich gestellt werden.

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