Internet

Online-Werbung für Ärzte immer wichtiger

In Deutschland nutzen immer mehr niedergelassene Ärzte das Internet als Werbeplattform. In erster Linie sollen neue Patienten angeworben werden. 2012 hatten um 20 Prozent mehr Fachärzte eine eigene Homepage als noch im Vorjahr.

Online-Marketing wird für Deutschlands Fachärzte immer bedeutender. (Grafik: telegate)

Online-Marketing wird für Deutschlands Fachärzte immer bedeutender. (Grafik: telegate)

Mehr als 60 Prozent der niedergelassenen Fachärzte betreiben aktuell eine eigene Homepage zur Anwerbung neuer Patienten. Auch Suchmaschinenwerbung und die Suchmaschinen-Optimierung des Internetauftritts werden für die Mediziner immer wichtiger.

In einer aktuellen Studie im Auftrag von telegate wurden Klein- und Mittelbetriebler verschiedener Branchen bezüglich ihres Werbeverhaltens und ihres Geschäftsalltags befragt. Die Werbungstätigkeit von Fachärzten muss dabei immer unter den speziellen Rahmenbedingungen gesehen werden, denen diese Berufsgruppe unterliegt. Strenge rechtliche Bestimmungen und die Berufsethik der Mediziner spielen hier eine nicht unwesentliche Rolle. Diese stehen in einem gewissen Spannungsverhältnis zum betriebswirtschaftlichen Interesse der Ärzte.

Umso bemerkenswerter ist der große Schritt, den die niedergelassenen Fachärzte in Deutschland 2012 in Richtung professionelle Online-Vermarktung gemacht haben. 20 Prozent mehr Praxen als im Vorjahr bewerten Online-Marketing heute als wichtig oder sehr wichtig für ihr Geschäft.

Das wichtigste Instrument dabei ist eine Praxis-Website. 62 Prozent hatten 2012 einen eigenen Internetauftritt. Das sind 20 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Hauptmotiv ist die Gewinnung neuer Patienten (98 Prozent). Suchmaschinen sind ein weiterer entscheidender Faktor. 87 Prozent der befragten Fachärzte gaben sogar an, ihren Internetauftritt nur zu betreiben, um bei Google gefunden zu werden. Dementsprechend beliebt ist auch die Suchmaschinenwerbung. 29 Prozent investieren in Google AdWords und ähnliche Programme. Ebenso viele Mediziner geben an, ihre Website für eine bessere Auffindbarkeit in den Suchmaschinen zu optimieren.

Bei den Einträgen in ein oder mehrere Online-Branchenverzeichnisse wurde mit 53 Prozent der Befragten ein Anstieg um ein Drittel verzeichnet. Analog dazu ging die Werbung in gedruckten Branchenbüchern um fast ein Drittel zurück. Soziale Netzwerke sind vom Trend zum Online-Marketing bisher eher ausgenommen. Zwar gaben 27 Prozent der befragten Ärzte an, bei solchen Medien registriert zu sein. Doch erst jeder zehnte Facharzt bindet Facebook und Co. auch in den Berufsalltag ein.

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