Ernährung

Ein gesundes Frühstück beugt Herz- und Gefäßkrankheiten vor

Wer morgens nicht frühstückt und dafür spät abends noch eine Mahlzeit zu sich nimmt, hat ein erhöhtes Risiko, an Herz- und Gefäßkrankheiten zu erkranken. Dieses Ernährungsverhalten tritt häufig auch zusammen mit anderen Risikofaktoren wie Rauchen und Bewegungsmangel auf.

In der Health Professionals Follow-up Study machen amerikanische Forscher auf den Zusammenhang von Essgewohnheiten und Gefäßkrankheiten aufmerksam. Im Fokus der Untersuchungen stehen meist männliche Teilnehmer, die angaben, morgens auf ein Frühstück zu verzichten und dafür spät abends noch eine ausgiebige Mahlzeit zu sich zu nehmen. Die Studie ergab, dass Männer mit solchen Essgewohnheiten bis zu 27 Prozent häufiger eine koronare Herzkrankheit entwickelten. Späte Mahlzeiten können das Risiko damit um 55 Prozent erhöhen.

Die Beobachtungszeit der Studie betrug 16 Jahre. Bei der Health Professionals Follow-up Study handelt es sich um eine große und breit angelegte Forschung in den USA, bei denen Erwachsene regelmäßig nach ihren Lebens- und Essgewohnheiten befragt wurden.

Ein regelmäßiges, gesundes Frühstück reduziert das Risiko, koronare Herzkrankheiten zu erleiden. (Foto: Flickr/amtrippmyers/jonolist)

Ein regelmäßiges, gesundes Frühstück reduziert das Risiko, koronare Herzkrankheiten zu erleiden. (Foto: Flickr/amtrippmyers/jonolist)

Viele überwiegend junge Männer lassen das Frühstück aus. Fehlendes Hungergefühl und eine späte Mahlzeit am Vorabend sind die Gründe hierfür. Ernährungswissenschaftlerin Leah Cahill stellte fest, dass diese Angewohnheit auch mit anderen Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel und höherem Alkoholkonsum in Verbindung steht. Die Ergebnisse der Studie seien aber isoliert von diesen Risikofaktoren zustande gekommen.

Wer seinen Hunger morgens mit ungesunden Snacks stillt, der riskiert, zu viele Kalorien zu sich zu nehmen. In der Folge können Adipositas, hoher Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte und Diabetes auftreten.

Mehr als drei von vier Männern nehmen eine späte Mahlzeit am Abend zu sich und frühstücken zusätzlich. Auch hier kann es zu einem Kalorienüberschuss kommen, der auf Dauer zu einer Einschränkung der Gesundheit führen kann.

Cahill rät dazu, spät abends nichts mehr zu essen und genug Zeit für das Frühstück einzuplanen. Vollkorntoast, Müsli und frisches Obst sorgen für eine gute Starthilfe in den Tag.

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