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Medtronic profitiert von Umsatzplus mit Herzschrittmachern

Wegen höherer Nachfrage und größerer Gewinnmargen wuchsen die Gewinne des weltgrößten Herstellers von Herzschrittmachern Medtronic. Der Konzern will in den Entwicklungsländern wie China weiter expandieren.

Medtronic konnte seinen Umsatz mit Herzschrittmachern um 6 Prozent steigern. (Foto: Flickr/Bhakua)

Medtronic konnte seinen Umsatz mit Herzschrittmachern um 6 Prozent steigern. (Foto: Flickr/Bhakua)

Der in den USA ansässige Medizintechnikkonzern Medtronic konnte seine Profite im letzten Quartal um mehr als 10 Prozent steigern. Dazu trugen die größeren Gewinnmargen sowie insgesamt verbesserte Umsätze bei. Zudem hat Medtronic die Kosten reduziert. Doch die Märkte für einige Herz- und Wirbelsäulenprodukte blieben schwach.

Um die Kosten zu reduzieren, hat Medtronic seine Präsenz in den USA und in Europa zurückgefahren, berichtet das Wall Street Journal. Hier wurden Mitarbeiter abgebaut. Denn die dortigen Geschäfte wuchsen aufgrund des Preisdrucks nur langsam. Gleichzeitig ist der Konzern bestrebt, in den Entwicklungsländern wie China zu expandieren.

Im Quartal bis 26. Juli meldete Medtronic einen Gewinn von 953 Millionen Dollar. Das sind über 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 1,9 Prozent auf 4,08 Milliarden Dollar. Wenn man Währungsschwankungen herausrechnet, ergibt sich sogar ein Umsatzplus von 3 Prozent. Die Umsatzrendite stieg von 27 auf 28 Prozent.

Die Umsätze im Bereich Rhythmusstörungen blieben konstant bei 1,19 Milliarden Dollar. Dazu gehören Defibrillatoren, Herzschrittmacher und Geräte zur Behandlung gewöhnlicher Herzrhythmusstörungen.

Nachdem die Verkaufszahlen für Defibrillatoren in den vergangenen Jahren zurückgegangen waren, hat sich der Markt nun mit einem Minus von nur noch 2 Prozent stabilisiert. Bei Herzschrittmachern hingegen konnte Medtronic seine Umsätze um 6 Prozent steigern. Die Wirbelsäulenprodukte von Medtronic verzeichneten ein Umsatzminus von einem Prozent.

Medtronic-Chef Omar Ishrak sagte, sein Unternehmen bleibe „zuversichtlich sowohl im Hinblick auf den Rest des Jahres als auch im Hinblick auf die langfristige Wettbewerbsposition“. Der Aktienpreis des Konzerns ist im Verlauf dieses Jahr bereits um 32 Prozent gestiegen.

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