Vorsorge

Kampf gegen Fußpilz beginnt bei 60 Grad

Um Fußpilz loszuwerden, sollte man seine Socken häufig wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen. Werden Socken nur bei 40 Grad gewaschen, wird der Fußpilz nicht vollständig entfernt.

Um Fußpilz loszuwerden, ist eine 40-Grad-Wäsche nicht ausreichend. (Flickr/jenny downing)

Um Fußpilz loszuwerden, ist eine 40-Grad-Wäsche nicht ausreichend. (Flickr/jenny downing)

Fitness-Center, Schwimmbäder oder Hotels gelten gemeinhin als Brutstätte von Fußpilzen. Doch viel gefährlicher ist oftmals die Kleidung von Infizierten, mit denen man die Waschmaschine teilt. Vor allem die eigenen Socken können ein Ende des Leidens verhindern, selbst wenn man sie häufig wechselt.

Israelische Dermatologen wollten wissen, wie gründlich man Pilze mit einer normalen Waschmaschine aus der Kleidung entfernen kann. Dazu wuschen sie Socken, die von Fußpilz-Patienten sechs Stunden lang getragen worden waren, bei verschiedenen Temperaturen, wie sie im International Journal of Dermatology berichten.

Die Hautärzte schnitten Proben aus dem Zehen- und Fersenbereich heraus und wuschen einen Teil davon bei 40 beziehungsweise bei 60 Grad mit handelsüblichen Waschmitteln. Die gewaschenen Socken wurden bei Raumtemperatur getrocknet und dann ebenso wie die ungewaschenen Socken nach Pilzen untersucht.

Bei den ungewaschenen Sockenstückchen zeigte sich wie erwartet, dass 81 Prozent von ihnen im Zehenbereich und 89 Prozent an der Ferse mit verschiedenen Pilzen kontaminiert waren.

Die bei 40 Grad gewaschenen Sockenteile waren nur noch in 36 Prozent der Fälle von Pilzen befallen. Bemerkenswert ist allerdings, dass 5 Prozent der Sockenstückchen trotz der Wäsche noch immer mit dem Fußpilz Trichophyton rubrum konterminiert waren.

Höhere Waschtemperaturen entfernten die Pilze deutlich besser: Wurden die Sockenteilchen bei 60 Grad gewaschen, konnten nur noch bei 6 Prozent von ihnen Pilzkulturen nachgewiesen werden. Dabei handelte es sich aber nicht mehr um Fußpilze.

Die Autoren der Studie empfehlen daher, Socken bei mindestens 60 Grad zu waschen. Nur so könnten schädliche Pilze vollständig entfernt werden. Für Textilien, die eine 60-Grad-Wäsche nicht vertragen, wird eine Ultraviolettstrahlung vorgeschlagen. Eine UV-Quelle sollte standardmäßig in alle Waschmaschinen eingebaut werden.

Kommentare

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  1. Es gibt eine neue Entwicklung in der Bekämpfung von Hauterkrankungen am Fuß, und zwar sind es Textilien mit Kupferfasern, in diesem Fall Socken mit Kupferfasern. Die Kupferfaser tötet Bakterien und Pilze ab, beugt somit Fußpilz, Schweißfüße und Fußgeruch vor und unterstütz Heilungsprozesse. Diese Entwicklung kommt aus Chile, den USA und Israel, Länder wo sie bereits fest etabliert ist. Bestätigt haben sich die Socken mit Kupferfasern bereits 2010 als sie den 33 über zwei Monate lang eingeschlossenen Bergarbeitern im Norden Chiles in die Tiefe geschickt wurden. Zum Zeitpunkt der Rettung waren ihre Füße trotz der widrigen Umstände in einem erstaunlich gesunden Zustand. Seit dem erfährt diese Entwicklung einen beeindruckenden Boom.

  2. Um Fußpilz wirkungsvoll zu behandeln und sogar vorzubeugen, sollte man die Einlegesohlen aus Zedernaholz in die Schuhe legen. Durch einen Test in der ARD bin ich auf diese Zedernsohlen aufmerksam geworden. Dieses Naturheilmittel gegen Fusspilz ist damals auch Testsieger geworden. Ich hatte in der Vergangenheit mit Fußgeruch zu kämpfen und das habe ich mit den Zederna-sohlen gut in den Griff bekommen können. Daneben achte ich natürlich noch auf meine gründliche Fußhygiene. Das Zedernholz wirkt antibakteriell und antipilzbildend. Feuchtigkeit wird effektiv aufgesaugt und die Fußpilzbildung sofort verhindert.